Was darf ich eigentlich noch essen?

Jahrzehntelang wurde gepredigt, dass tierische Fette wegen der gesättigten Fettsäuren und des Cholesterins unbedingt zu meiden seien. Massenhaft stiegen deshalb Haushalte weltweit von Butter auf Margarine um und ersetzten Butter beim Kochen und Braten mit pflanzlichen Ölen, die hohe Anteile an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufweisen. Heute wird langsam wieder zurück gerudert und es gibt inzwischen Studien, die belegen, dass tierische Fette nicht so schädlich sind wie lange angenommen. Solche und ähnliche Verwirrung um die richtige Ernährung gibt es nicht nur beim Fett. Auch beim Zucker oder bei Alkohol, bei Fleisch und Käse wird regelmäßig eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Einmal heißt es in der Studie einer namhaften Universität, dies oder jenes sei ungesund und nur wenig später taucht die gegenteilige Studie einer nicht minder renommierten Institution auf. Was soll man da noch glauben?

Butter oder Margarine?

Das jahrzehntelang gepredigte Credo, dass Butter ungesund ist und den Cholesterinspiegel in die Höhe schnellen lässt, ist zum großen Teil einem geschickten Marketing seitens der Margarinehersteller zu verdanken. Der niederländisch-britische Konzern Unilever als größter Produzent war hier besonders erfolgreich und trotzte mit seinen Margarinemarken der Butter große Marktanteile ab. Nach einer Studie er Universität Cambridge, sind Butter und andere tierische Fette jedoch gar nicht so ungesund wie behauptet.

Rübenzucker, Rohrzucker oder Fruchtzucker?

Beim Zucker kommt es ebenfalls einer Glaubensfrage gleich, welchen man verwendet. Lange hieß es, dass Rübenzucker ungesund ist und manch einer schwor deshalb auf exotischen Rohrzucker aus fernen Ländern oder auf Fruchtzucker, der angeblich gesünder sei. Die Herstellungsverfahren ähneln sich jedoch stark. Reiner Zucker wird mittels Raffination gewonnen, egal um welche Art es sich handelt. Und es hat sich wenig überraschend gezeigt, dass sowohl gewöhnlicher Haushaltszucker als auch Fruchtzucker den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen lassen.

Alkohol ja oder nein?

„Alkohol ist stark leberschädigend und macht dick.“ „Ein Glas Rotwein beugt Krebs und Gefäßkrankheiten vor.“ Diese zwei Glaubenssätze stehen sich geradezu diametral gegenüber und sind schon beinahe paradox. Dem Alkohol wird auf der einen Seite nachgesagt, stark gesundheitsschädigend zu sein und auf der anderen Seite werden ihm Wirkungen zugeschrieben, die schon fast an Wunder grenzen – wenn sie denn stimmen. Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

Was ist also richtig?

Es gibt keine festen Regeln, wie man sich ernähren sollte. Wichtig ist, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was der Körper braucht – und ihm dann genau das zu geben. Wer etwa körperlich schwer gearbeitet hat, sehnt sich anschließend vielleicht nach Eiern oder einem Stück Fleisch. So lange diese in Maßen genossen werden, kann man das ruhig tun. Ansonsten gilt, dass eine möglichst natürliche Ernährung wichtig und richtig ist. Das heißt: Viel frisches Obst und Gemüse, wenig Produkte mit Zusatzstoffen. Wer etwa die Inhaltsangaben von Butter und Margarine vergleicht wird schnell feststellen, dass Margarine oft alle möglichen Zusatzstoffe enthält, denn viele Hersteller haben hier einen Weg gefunden, billige Fette zu einem relativ teuren Produkt zu verarbeiten und zu verkaufen. Raffinierter Zucker, egal in welcher Form, sollte ebenfalls nur in kleinen Mengen genossen werden. Besser ist es Zucker über den natürlichen Weg, also über Obst und Gemüse, zu sich zu nehmen.

Ernährungsstudien bieten immer nur halbe Wahrheiten

Der Grund dafür, dass bei Ernährungsstudien so häufig unterschiedliche Ergebnisse herauskommen, liegt darin, dass es unmöglich ist, alle Eventualitäten zu berücksichtigen. Außerdem sind die Ergebnisse stark davon abhängig, wie und bei wem die Daten erhoben werden. Im Labor werden zudem oft nur die Auswirkungen von isolierten Bestandteilen untersucht. Diese Bestandteile sind nicht natürlich, sondern werden synthetisiert. Trotzdem werden die Ergebnisse dann häufig verallgemeinert. Ein weiterer Grund ist, dass nicht wenige Studien durch die Lebensmittelindustrie und einzelne Hersteller in Auftrag gegeben werden, um Beweise für die gesundmachende oder krankmachende Wirkung zu finden.

 

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