Neue Studie offenbart: Langsamer Gewichtsverlust eher suboptimal

Wissenschaftler der Universität Melbourne haben kürzlich etwas Faszinierendes entdeckt: Anhand einer komplexen Langzeitstudie mit insgesamt 204 freiwilligen Teilnehmern, welche im Fachmagazin “the Lanchet” veröffentlicht wurde, gilt es nun als erwiesen, dass eine langfristig angelegte, allmähliche Gewichtsabnahme mittels einer Diät keinesfalls nachhaltiger oder Erfolg versprechender ist, als eine schnelle und radikale Methode der Gewichtsabnahme mit straffen Diäten.

Die beteiligte Ernährungswissenschaftlerin Katrina Purcell erklärte, dass effektive und kurzfristige Diäten schneller zu einem sichtbaren Erfolg führen und somit dabei helfen, das erreichte Gewicht lange zu halten. Die 204 beteiligten Personen an der Studie hatten allesamt einen Body-Mass-Index zwischen 30 und 45, was als adipös gilt. Das Forscherteam unterteilte die Probanden unter der Leitung des Mediziners Joseph Proietto in zwei Gruppen.

Die Durchführung der Studie

Die erste Hälfte der Probanden nahmen über einen Zeitraum von 12 Wochen täglich exakt bemessene 450-800 Kilokalorien zu sich (je nach Körpergröße), welche ihnen in Form einer Nutritionslösung namens “Formular-Drink” verabreicht wurden. Die zweite Gruppe ernährte sich über einen Zeitraum von 36 Wochen nach dem bisher etablierten langfristigen Diät-Schema. Die Ernährung bestand in konventioneller Kost nach den gängigen Ernährungsrichtlinien, wobei zwei Mahlzeiten täglich durch Formular-Drinks ersetzt wurden, was circa 500 Kalorien pro Tag einsparte. Beide Testphasen standen unter der Beobachtung und Betreuung von Ernährungsspezialisten und beide Testgruppen sollten am Ende des Versuchs etwa 15 Prozent ihres Startgewichtes verloren haben.

In der ersten Gruppe erreichten 80% der Teilnehmer dieses Ziel, in der zweiten Gruppe jedoch nur die Hälfte der Teilnehmer. Zudem hielten deutlich mehr Probanden der ersten Gruppe den Versuch konsequent durch. Nun folgte eine zweite Phase, in der die Teilnehmer ihr erreichtes Gewicht zwei Jahre und 8 Monate lang halten sollten. In beiden Gruppen legten jedoch 71 Prozent der Teilnehmer wieder an Gewicht zu.

Das Ergebnis

Das Resultat des Versuches konnte also keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Effektivität beider Methoden nachweisen. Somit gilt es zumindest als sehr wahrscheinlich, dass die langsame Diät keinerlei Vorteile gegenüber der schnellen Diät hat. Für die Ergebnisse haben die Forscher mehrere Erklärungen. Bei der Crashdiät trat eine erhöhte Produktion so genannter Ketokörper auf. Diese werden bei reduzierter, beziehungsweise eingestellter Kohlehydratzufuhr in der Leber gebildet und sind eine transportable Form des Acetyl-CoA’s. Ketokörper reduzieren das Hungergefühl und unterstützen den Probanden bei der Crashdiät somit in seinem Vorhaben. Die schnelle Gewichtsabnahme und die für den Probanden deutlich sichtbaren Ergebnisse haben zudem eine hohe motivierende Wirkung.

Die unabhängige Rezension der Studie durch Corby Martin und Kishoe Gadde besagt zudem, das strenge Crashdiäten sehr viel reglementierter und sicherer zu befolgen seien. Fehlinterpretationen bestimmter Ansätze durch den Teilnehmer währen somit unwahrscheinlich. Beide bekräftigten und unterstützten auch das Ergebnis der Studie. Dies soll jedoch andererseits kein allgemeiner Aufruf zur Crashdiät sein. Eine moderne Formular-Diät ist nämlich auch mit erheblichen gesundheitlichen Risiken, wie etwa einer Ketose verbunden und sollte daher nur unter fachmännischer Aufsicht durchgeführt werden.

 

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