Basische Ernährung: Grundlagen & Fakten

Basische Ernährung: Grundlagen & Fakten

Die basische Ernährung erlebt derzeit einen Aufschwung. Inzwischen sind unzählige Produkte auf dem Markt, die auf den Lehren der basischen Ernährung beruhen. Doch kaum jemand kennt die genauen Grundlagen der Ernährung.

Was ist die Basische Ernährung?

Die basische Ernährung basiert auf einen Säuren-Basen-Gleichgewicht des Körpers. Die Theorie, die seit 1913 bekannt ist, geht davon aus, dass die moderne Lebensführung zu einem Überschuss an Säuren im Körper führt. Der Körper sei nach der Theorie stets bemüht, diesen Überschuss auszugleichen. Kann er dies durch die Nährstoffe in der Nahrung nicht, dann entnimmt er die notwendigen Mineralien und Spurenelemente aus den Körpergeweben. Dadurch werden diese entmineralisiert, sodass diverse Erkrankungen entstehen. Bekannte Folgen sind nach der basischen Ernährung Osteoporose, Gicht, rheumatische Erkrankungen sowie Neurodermitis, Allergien und noch einiges mehr. Ein weiteres Problem ergibt sich zugleich bezüglich der Ablagerung von Schlacken und Gifte, die sich im Körper anreicherten, wird der Theorie gefolgt. Im Körper findet ein ständiger Auf- und Abbau von Stoffen statt. Gerade beim Abbau entstehen Gifte und Schlacken, die direkt über die Ausscheidungsorgane entsorgt werden. Durch die falsche Ernährung, so die Theorie, werden mehr Gifte und Schlacken produziert, als der Körper abführen kann. Die Folge davon ist, dass diese sich im Körper anreichern. Dies geschieht vor allem im Bindegewebe. Auch diese Gifte und Schlacken verursachen dann bestimmte Erkrankungen, die nur dann gemildert werden können, wenn sie durch ein Gleichgewicht im System effektiv abgeführt werden können.

Wie entstand die Ernährungsform?

Entstanden ist die Theorie durch die Analyse von Asche. Die Asche stammte dabei von verschiedenen Lebensmitteln. Innerhalb der Asche lag jeweils ein Überschuss an Kationen oder Anionen vor. Die Kationen waren dabei die Basen und die Anionen wurden mit den Säuren gleichgesetzt. Die Werte standen zugleich in Verbindung mit den Harnsäurewerten, die bei einem Überschuss bestimmter Lebensmittel vorliegen. Wird hauptsächlich Fleisch konsumiert, dann steigen die Säurewerte im Harn an. Werden pflanzliche Produkte konsumiert, steigt der Basenwert an. Dadurch kam dann die Schlussfolgerung auf, dass bestimmte Lebensmittel – im wesentlichen Fleisch – im Körper einen Säureüberschuss erzeugen, der dann zu den besagten Krankheiten führe. Dadurch könne, nach der Theorie, auch die Säure und die Base im Körper durch die Nahrung ausgeglichen werden. Hierfür dürften dann nur Lebensmittel genutzt werden, die im Körper die Basen bilden. Neben der Auswahl von Fleisch und Gemüse stehen derzeit auch Konservierungsstoffe und Ähnliches im Fokus, die ebenfalls Säuren im Körper bilden sollen. Dadurch sind gerade Menschen, die viel Packungsnahrung essen, besonders gefährdet, einen ständigen Säureüberschuss im Körper zu verursachen.

Wie sieht die basische Ernährung aus?

Die basische Ernährung basiert grundsätzlich aus zwei Dritteln der sogenannten Basenbildnern, die im wesentlichen pflanzliche Kost sind. Ein Drittel sollte aus Säurebildnern, wie Fleisch, bestehen. Basische Lebensmittel sind vor allem Kartoffeln, dunkle Blattsalate, Milchprodukte (Rohmilch), Obst sowie Trockenfrüchte. Säurebildner sind Fleisch, Wurst, Eier, Sojaprodukte, Alkohol sowie Tee und Kaffee. Auch Brot, Nudeln Zucker und Süßigkeiten gehören nach der Theorie zu den Säurebildnern und sollten daher weitgehend vermieden werden. Um die Wirkung möglichst zu optimieren, sollten die basischen Produkte zudem im Rohzustand verzehrt werden. Die Wirkung werden durch das Garen abgeschwächt. Die Ernährung ist heute umstritten und einige Institutionen widersprechen einer Wirkung. Dennoch ist zu bemerken, dass die Ernährung insgesamt gesünder gestaltet wird, wodurch das Einhalten zumindest in dieser Hinsicht einen Vorteil verspricht. Viele Krankheiten sind heute durch ungesunde Ernährung bedingt, sodass ein begrenzter gesundheitlicher Effekt durchaus bescheinigt werden kann, auch wenn dies nicht auf Säuren oder Basen zurückzuführen ist.

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