Keimfreier Darm gegen Fettleibigkeit

Eine gestörte Darmflora hängt oft eng mit Diabetes und Fettleibigkeit zusammen. Neue Therapien haben deshalb oft das Ziel, die Bakterien im Darm zu verändern. Schweizer Mediziner haben jetzt bewiesen, dass eine Veränderung der Darmflora sehr erfolgreich sein kann. Das Ergebnis stellte sich zumindest bei Versuchen mit Mäusen heraus. Durch die Entstehung von fettabbauenden Zellen sank der Körperfettanteil bei Mäusen, welche auch trotz kalorienreicher Ernährung keine Anzeichen für Diabetes aufwiesen. Die Kur, die an Mäusen angewendet wurde, ist allerdings zu radikal und könnte bei Menschen zu Nebenwirkungen führen.

Mirko Trajkovski sucht mit seinen Kollegen nach einer Möglichkeit, die Darmflora zu verändern, ohne sie komplett zu zerstören. Für einen Test wurden drei arten von Mäusen mit fettreicher Nahrung gefüttert, keimfreie Tiere ohne Darmbakterien, normale Tiere und Tiere, die durch eine aggressive Behandlung mit Antibiotika keimfrei wurden. Die normalen Mäuse erkrankten an Diabetes und wurden fettleibig. Die zwei weiteren Gruppen blieben schlank und gesund. Diese Gruppen hatten beiges Fett entwickelt. Es handelt sich dabei um Fettzellen, die Fett abbauen.

Jedes Säugetier hat zwei Arten von Fettgewebe. Das braune Fettgewebe baut Fett ab und erzeugt dadurch Wärme. Das weiße Fettgewebe speichert das Fett. Beiges Fett ist weißes Fettgewebe, dass die Eigenschaften von braunem Gewebe annimmt. Viel Bewegung oder auch Kälte können zu einer solche Veränderung führen. Die Ursache kann aber auch das Fehlen von bestimmten Darmbakterien sein.

Es ist noch nicht bekannt, welche Bakterien aus dem Darm entfernt werden müssen, um für eine Verstärkung des Fettabbaus zu sorgen. Um eine Lösung zu finden, testen Forscher gezielt mit Bakteriophagen und Antibiotika. Das Ziel ist, bestimmte Darmbakterien zu eliminieren. Der Stoffwechsel könnte im Zuge dessen normalisiert werden und in der Folge eine große Hilfe für Fettleibige darstellen. Es soll auch geprüft werden, ob Keime aus dem Darm von schlanken Menschen auf fettleibige Menschen übertragen werden können.

 

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