Ernährungsempfehlung bei Gicht-Patienten

Bei Gicht handelt es sich um eine Störung des Stoffwechsels, bei dem es zu hohen Konzentrationen von Harnsäure im Blut kommt. Dies ruft heftige Schmerzen in Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnen hervor. Oft ist Gicht eine Begleiterscheinung von übermäßigem Alkoholkonsum und üppiger Ernährung. Purinarme Gerichte und eine ausgeglichene Ernährung können bei dieser Erkrankung allerdings Linderung verschaffen. Wer bereits unter Gicht leidet, sollte bei seiner Ernährung aufpassen. Hauptfaktor bildet dabei der Harnsäurespiegel.

Über die Nahrung werden Purine aufgenommen, die über den Stoffwechsel den Harnsäurespiegel im Blut erhöhen. Auch Alkohol beeinflusst diesen Spiegel. Dieser bremst die Ausscheidung an Harnsäure durch die Nieren. Ist nun zu viel Harnsäure im Blut, entweder aufgrund der zwei erwähnten Faktoren oder anderer Gründe, bilden sich Kristalle, die sich an den Gelenken festsetzen und schmerzhafte Gichtanfälle provozieren.

Immer den Harnsäurespiegel beachten: Was Du bei Gicht meiden solltest

Die Ernährungsempfehlung ist einfach, kurz und bündig: exzessives Essen, Völlerei und alkoholische oder stark gesüßte Getränke vermeiden!  Spirituosen haben einen sehr hohen Alkoholanteil und Bier verfügt über einen zu hohen Purinanteil. Ein weiterer Gichtförderer, so die Ernährungsmediziner, stellt Fruktose dar. Laut einiger Studien wirke dies genauso wie Alkohol. Kritisch seien besonders Softdrinks und Multivitaminsäfte, die mit Fruktose Sirup gesüßt sind. Ebenfalls in Müsliriegel, Eis, Süßigkeiten und Fruchtjoghurts befindet sich viel Fruktose.

Was Du (in Maßen) essen kannst

Wichtig ist für alle Patienten auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Zwar sollten purinreiche Lebensmittel, wie Fleisch, Innereien und Meeresfrüchte möglichst wenig gegessen werden, in kleinen Mengen ist dies aber vertretbar. Dasselbe gilt für Wein. Gelegentlich ein Glas, macht dem Körper meist nichts aus. Auch bei Purinen aus pflanzlicher Kost gibt es Entwarnung. Es gebe keinen Grund auf Hülsenfrüchte, Spargel, Spinat und anderes Gemüse zu verzichten. Durch den hohen Proteinanteil und anderer Inhaltsstoffe habe es sogar einen positiven Einfluss auf die Harnsäurewerte.

Zwar solltest Du ebenfalls bei Fruktose aufpassen, auf Obst dennoch nicht verzichten. Bis zu zwei Portionen am Tag sind erlaubt. Kaffee muss man Patienten ebenfalls nicht mehr verbieten. Grund dafür sei die daraus entspringende Schutzwirkung des Vitamin C. Zudem seien Milchprodukte bei der Ausscheidung von Harnsäure förderlich. Bereits ein Viertelliter Magermilch oder täglich ein Naturjoghurt wirken wahre Wunder.

 

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