Die meisten Tomaten im Handel kommen aus Gewächshäusern

Sie sind rot und rund und die Deutschen lieben sie: die Tomaten. Im Durchschnitt isst jede Person in unserem Land pro Jahr ca. 20kg von ihnen, etwa die Hälfte davon in rohem Zustand.

Obwohl es in unseren Breiten zwischen November und April zu kalt und vor allem auch zu dunkel ist, um Tomaten ernten zu können, liegen sie für die Verbraucher das ganze Jahr über in den Supermärkten zum Kauf bereit. Viele von ihnen haben – besonders in der kalten Jahreszeit – lange Reisen hinter sich.

Eine ganze Reihe kommen jedoch auch aus unserer Nachbarschaft. Für das „Hamburger Abendblatt“ besuchte der Reporter Oliver Schirg im Frühjahr 2013 eine Plantage in Holland. Hier werden in Gewächshäusern, deren Grundfläche der von über 10 Fußballfeldern entspricht, Tomaten für den Export gezüchtet. Die riesigen Hallen ermöglichen es, unabhängig von der Jahreszeit die idealen Wachstumsbedingungen für die Pflanzen zu schaffen.

Dazu gehören viel Licht und eine konstante Lufttemperatur von etwa 20°C. Trotz dieser künstlichen Bedingungen legen die Produzenten wo möglich Wert auf natürlichen Anbau.

Die Befruchtung der Pflanzen geschieht durch Hummeln. Als „Wächterinnen“ vor dem Befall von Schädlingen werden spezielle Schlupfwespenarten eingesetzt. Das Genom der Tomate wurde inzwischen vollständig entschlüsselt. Es wäre also möglich, mittels gezielter Genmanipulationen Aussehen und Geschmack der Früchte so zu verändern, dass sie noch mehr den Erwartungen der Konsumenten entsprechen. Doch dem hat der Gesetzgeber in der Europäischen Union bislang einen Riegel vorgeschoben.

So sind auch Tomaten aus dem Gewächshaus zu 100% naturbelassen. Sie sind nur nicht unter völlig natürlichen Bedingungen gewachsen. Ein Umstand, der übrigens nicht nur für Ware aus dem eher nordischen Holland gilt. Auch die Tomatenzucht in südlichen Ländern wird zum Beispiel durch den Einsatz von Folien manipuliert.

Wer wirklich sicher sein will, dass die Tomaten auf seinem Tisch ganz im Freien und ohne solche Eingriffe gewachsen sind, muss sich auf den eigenen Garten beschränken oder auf Erzeugnisse deutscher Landwirte, deren Anbau er selbst nachvollziehen und beobachten kann.

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