Die Ureinwohner des Amazonas als Ernährungsvorbild

Studien erinnern daran, dass ein natürlicher Lebenswandel aus richtiger Ernährung und ausreichender Bewegung wichtig ist. Als bestes Ernährungsvorbild gelten momentan die Amazonas-Ureinwohner in Bolivien. Grund dafür sei deren ballaststoffreiche Ernährung und viel Bewegung, was ihnen vor allen Dingen ihre Blutgefäße danken.

Ernährungsvorbild als Ureinwohner

Die Blutgefäße eines 80-jährigen Ureinwohners seien genauso fit, wie die eines Mittefünfzigers aus den USA und weisen kaum Hinweise auf Arteriosklerose oder Arterienverkalkung auf. Grund für die hervorragenden Werte liegen vermutlich in der Ernährung und dem Lebensstil des Volkes.

Viele Kohlenhydrate und Ballaststoffe

Von rund 700 älteren Mitgliedern des Tsimane-Stammes wurden Blutzucker-, Cholesterin- und Blutdruckwerte gemessen. 85 Prozent der Untersuchten wiesen keinerlei Risiko auf Herzkrankheiten auf. Wahrscheinlich liege es daran, dass der tägliche Speiseplan viele Kohlenhydrate und Ballaststoffe in Form von Reis, Nüssen, Maniok, Kochbananen, Früchten und Mais, aufweist. Nur wenig Proteine kommen in Form von Fisch oder Fleisch auf den Teller. Fett ebenso wenig. Zudem sind die Stammesmitglieder sehr aktiv in der Jagd, beim Getreideanbau und beim Fischen unterwegs, sodass sie sich nur rund 10 Prozent der Tageszeit im Ruhezustand befinden.

Zwar konnten auch gewisse Entzündungswerte, die im konventionellen Denken eher ein Risiko für Herzerkrankungen darstellen, bei ihnen festgestellt werden, allerdings ließ sich kein klarer Zusammenhang dazu nachweisen.

Lebensstil und genetische Veranlagung

Dass eine gute Ernährung, sowie ausreichend Bewegung und das Körpergewicht eine entscheidende Rolle zur Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten spielen, zeigt dieses Beispiel wieder deutlich. Jeder einzelne müsse dabei mehr Eigenverantwortung lernen, so Hans Hauner, Ernährungsmediziner vom Klinikum Rechts der Isar in München. Arteriosklerose habe ohne Zweifel jedoch auch andere Ursachen.

Neben dem Lebensstil spielt auch die genetische Veranlagung einen entscheidenden Aspekt. Der Lebensstil und diese Veranlagung beeinflussen sich teilweise sogar gegenseitig. Somit kann bei einer Prävention nicht pauschal agiert werden. Für jemanden mit einer Stoffwechsel-Veranlagung ist Sport ein gutes Mittel, für jemand anderen eine cholesterinarme Ernährung. Zudem macht es auch das Umfeld jedes einzelnen nicht leicht, entsprechend seiner Bedürfnisse zu leben.

 

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