Ist Pflanzenöl das gesündere Fett?

Butter, so predigen es die Ernährungswissenschaftler und Mediziner, ist Gift für unseren Körper und vor allem unser Herz. Butter zählt zu den gesättigten Fettsäuren, aus denen wir nicht mehr als zehn Prozent unserer Energie gewinnen sollten. Besser und gesundheitsfreundlicher sind hingegen die ungesättigten Fettsäuren, welche sich in Oliven-, Raps- und Sonnenblumenöl verbergen. Diese ungesättigten Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel, wodurch die Aterienverkalkung vermindert wird und das Infarktrisiko sinkt.

Eine Studie aus den späten 60er- und den 70er Jahren untersuchte diese Annahme wissenschaftlich. Mehr als 2300 Menschen wurden von 1968 bis 1973 beobachtet. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, wobei die eine Gruppe Standard-Nahrungsmittel verzehrte und die andere Gruppe einer Ernährungsweise folgte, die tierische Fette weitesgehend vermied. Das Ersatzmittel war Maiskeimöl.

Differenzierung ist wichtig

Die Ergebnisse zeigten, dass der Cholesterinspiegel der Probanden, die das Pflanzenöl anwendeten, zwar gesunken war, dadurch allerdings kein Schutz vor Infarkten bestand. Es zeigte sich sogar, dass das Risiko frühzeitig zu versterben bei den Probanden aus der Gruppe, die auf das Pflanzenöl zurück gegriffen hatte, deutlich höher war. Demnach gilt es besonders bei diesen Ernährungsempfehlungen zu differenzieren: sinkt der Cholesterinspiegel UND gibt es eine deutlich bessere Lebensqualität oder wird durch die Ernährungsumstellung auf Pflanzenöle nur ein Faktor von Beiden erreicht?

Eine aktuelle Studie zum Thema

Auch aus dem Jahr 2015 gibt es eine Studie, die als Zusammenfassung von 15 analysierten Studien mit mehr als 59000 Probanden, entstanden ist. Die neuwertige Studie zeigt, dass ein Umstieg von gesättigten auf ungesättigte Fettsäuren eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System hat. Dabei ist allerdings nach wie vor die genaue Zusammensetzung des Öls und seiner Fettsäuren relevant. Im Fall der deutlich älteren Studie interpretieren Ernährungswissenschaftler das Studienergebnis dahingehend, dass Maiskeimöl mehr Omega-6-Fettsäuren als Omega-3-Fettsäuren enthält und daher nicht den entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit zeigen konnte. Raps- und Olivenöl werden daher deutlich verstärkter empfohlen. Zudem ist es empfehlenswert nicht nur über den Ölverzehr auf eine ausgewogene und fettarme Ernährung zu achten.

 

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