Wie wichtig ist Folsäure in der Schwangerschaft?

In Europa werden weiterhin Babys mit offenem Rücken geboren. Einige Forscher sind der Meinung Folsäure in der Schwangerschaft könnte dabei helfen, die Missbildungen vorzubeugen.

Zwischen der fünften und sechsten Schwangerschaftswoche schlägt das Herz des Babys zum ersten Mal und auch die Ansätze von Rückenmark und Hirn bilden sich heraus. Da, wo später der Rücken sein wird formt sich eine Rinne, das sogenannte Neuralrohr. Diese Rinne soll dann im Laufe der Entwicklung ein Dach bekommen, doch dieser Vorgang wird in Einzelfällen vom Körper nicht richtig durchgeführt.

Bei etwa 5000 Babys pro Jahr in Europa schließt sich die Rückendecke nicht richtig und sie kommen mit Lücken am Schädel oder der Wirbelsäule zur Welt. Es gibt zahlreiche Ursachen für diese Neuralrohrdefekte, sie können beispielsweise erblich bedingt sein. Ein häufiger Grund ist jedoch Folsäuremangel und dagegen können Mütter ihre Babys schützen.

Europa muss ebenfalls handeln

Forscher um Babak Khoshnood, der am Center for Biostatistics and Epidemiology in Paris tätig ist, untersuchten anhand von Daten aus 19 europäischen Ländern, wie viele Babys zwischen 1991 und 2011 mit einem Neuralrohrdefekt geboren wurden. Sie kamen zu dem Schluss, dass sich die Zahlen mit den Jahren kaum verändert haben. Etwa neun von 10.000 Neugeborenen kommen mit diesen Missbildungen zur Welt. Zwar können die Wissenschaftler mit ihrer Untersuchung nicht belegen, dass meist ein Folsäuremangel die Ursache war, doch ist klar, dass die Versorgung in ganz Europa mit diesem Vitamin sehr schlecht ist.

Im Jahr 2005 stellte das Bundesinstitut für Risikobewertung fest, dass 80% bis 90% der Deutschen zu wenig Folsäure aufnehmen. Der Stoff ist zwar in Weißkohl, Spinat, Getreide oder Orangen enthalten, trotzdem sollten schwangere Frauen nach Empfehlungen des Bundesinstituts etwa 400 Mikrogramm des Vitamins jeden Tag zusätzlich aufnehmen. Forscher sind jedoch der Meinung, dass diese Empfehlung längst nicht ausreiche. In den USA werden zahlreiche Lebensmittel künstlich mit dem B-Vitamin angereichert und dies zeigt bereits positive Wirkungen: Die Neuralrohrdefekte seien um 30 Prozent zurückgegangen berichtet das Ärzteblatt.

 

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