Amaranth: kleines Korn, großes Potenzial

Tausendsassa und Powerpflanze seit der Antike

Bereits vor über 3000 Jahren entdeckten sowohl die Inkas, als auch die Azteken in Mexiko und den Ausläufern der Anden ein winziges Körnchen, welches fortan eine wichtige Rolle in der Ernährung für sie spielen sollte. Amaranth (abgeleitet vom griechischen amàranthos, was soviel wie „unsterblich“ bedeutet) zählt nicht ohne Grund zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt.

Die Körner dieses so genannten „Pseudogetreides“ sind ein wahres Sammelsurium von Vitaminen, Proteinen, Ballaststoffen, Mineralien sowie Spurenelementen und zudem frei von Weizenklebereiweiß, besser unter der Bezeichnung Gluten bekannt. Dies mag daher rühren, dass Amaranth im Gegensatz zum Weizen nicht zur Familie der Süßgräser, sondern zur Pflanzengruppe der Fuchsschwanzgewächse zählt. Es wird daher als so genanntes „Pseudogetreide“ bezeichnet.

Der feine und nussige Geschmack von Amaranth macht es besonders beliebt bei Kindern, älteren Menschen und dank seiner hervorragenden Nährwerte findet es oft Verwendung bei diversen Sportdiäten. So ist der Anteil an Vielfachzuckern (Kohlehydraten) im Amaranth um mehr als die Hälfte geringer als im Getreide, der Ballaststoffanteil dagegen ist sehr hoch. Auch das enthaltene Fett im Korn besteht überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren. Enthalten sind unter anderem Alpha-Linolen und Linolsäure (Omega-3 und -6). Amaranth ist reich an Lysin, Lecitin und hat einen hohen Proteingehalt. In Kombination mit dem reichen Vorhandensein von Eisen, Zink, Phosphor und Magnesium sticht es damit sogar die Sojabohne aus und eignet sich hervorragend als Substitut für Fleisch auf dem vegetarischen oder veganen Speiseplan.

Vielfalt in der Zubereitung

Ein weiterer großer Vorteil des Amaranth besteht darin, dass die Pflanze recht anspruchslos ist und sich daher beinahe überall Anbauen lässt. So ziemlich jeder Boden eignet sich für den Anbau von Amaranth. Solange die Pflanze ausreichend Sonne und Wasser bekommt, gedeiht sie prächtig. Reifer Amaranth lässt sich auf vielfältige Weise kulinarisch einsetzen. Egal ob gemahlen und als Polenta oder Gries in Süßspeisen verarbeitet, als Bratlinge aus der Pfanne oder als Sättigungsbeilage anstelle von Weichweizen oder Reis: Die Einsatzgebiete sind sind schier endlos. Auch in Gratins, oder aufgepoppt als Crouton im Salat, im Müsli oder als Topping für Eisbecher macht Amaranth eine gute Figur. Beim kochen von Amaranth ist zu beachten, dass das Quellverhältnis 1-2 entspricht. Also 1 Teil Amaranth, 2 Teile Wasser. Nach dem selben Mischverhältnis 1-2 mit herkömmlichem Mehl kann man es in gemahlener Form auch für die Zubereitung von Broten, Kuchen oder Pfannkuchen verwenden.

Auch in der Homöopathie der Naturvölker fand Amaranth Verwendung. Es wirkt sich durch die enthaltenen Enzyme sehr positiv auf die Blutgesundheit aus. So unterstützt es den Körper bei der Blutbildung, Reinigung und gerinnung bei Wunden. Zudem verfügt es über entzündungshemmende Eigenschaften. Ein brei aus Amarath und ein Sud aus dem Pflanzenkörper wurde von den Ureinwohnern Amerikas bei Anämie und Brandigen verletzungen mit verblüffendem Erfolg eingesetzt.

 

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