Ein Käsebrot für den Ausdauersportler

In Zeiten der Selbstoptimierung, der Apple Watch, unzähliger Gesundheits-Apps und Nahrungsergänzungsmittel zur Kontrolle des Körpers und Steigerung der Leistungsfähigkeit erscheint diese Nachricht zunächst überraschend: Nahrungsergänzungsmittel zur Regeneration sind nicht notwendig – ein Käsebrot verhilft dem Körper nach dem Ausdauersport ebenso gut zur gründlichen Regeneration. Dies ist zumindest das Ergebnis einer Studie der Sporthochschule Köln.

Kohlenhydrate und Proteine als Quellen der Regeneration

Zur Muskelerholung nach dem Ausdauersport ist eine gemeinsame Aufnahme von Kohlenhydraten und Eiweiß nötig. Leistungsorientierte Athleten nehmen diese über Kohlenhydrat- und Proteindrinks zu sich. Der gesundheitsbewusste Ausdauersportler mag sich nun fragen, ob auch er für eine zügige Regeneration Nahrungsergänzungsmittel zuführen sollte.

Aufbau der Studie

Nein, sagen die Wissenschaftler der Sporthochschule Köln und verweisen auf ihre Studie, bei der sie untersuchten, ob sich bei nicht spezifisch trainierten Studenten der Sporthochschule Köln die in bisherigen Untersuchungen nachgewiesene Muskelregeneration auch durch die Einnahme natürlicher Lebensmittel erzielen lasse. Die Studie sollte mit Blick auf den gesundheitsorientierten Ausdauersport erforschen, ob eine natürliche Ernährung ebenso wie Nahrungsergänzungsmittel positive Regenerationseffekte erzielt. Als Eiweißquelle wurde für die Tests der Sauermilchkäse „Quäse“ (Käse aus Quark) der Käserei Loose (die Käserei Loose ist im Übrigen Auftraggeber der Studie) gewählt. Die Kohlenhydrat-Komponente wurde in Form von Weißbrot verabreicht.

Ergebnisse der Studie

Dabei ließen die Wissenschaftler die Probanden mehrere Monate lang Ausdauersport, z.B. 10-km-Läufe, absolvieren. Jeder Teilnehmer (übrigens alle männlich) durchlief dabei drei Phasen: Einmal wurden keine Nahrungsmittel nach dem Ausdauersport eingenommen, ein weiteres Mal wurden vier Scheiben Weißbrot und einmal zwei Scheiben Weißbrot und Sauermilchkäse verzehrt. Anhand der Messung der Kreatinkinasekonzentration (CK) konnte im Anschluss die Muskelschädigung gemessen werden. Je niedriger der Wert, desto niedriger ist die Muskelschädigung nach dem Ausdauersport. Die geringste Regeneration nach dem Ausdauersport war zu messen, als keine Lebensmittel zu sich genommen wurden. Daraus schließen die Autoren, dass eine „normale“ Lebensmittelzufuhr den Regenerationsprozess nach dem Ausdauersport unterstützen kann. Eine Aufnahme mittels Nahrungsergänzungsmittel sei demnach nicht nötig. Die Studie bestätige damit Daten aus der Literatur, die zu ähnlichen Ergebnissen gelangen. Manchmal genügt auch dem Leistungssportler, was die Natur dem Menschen bieten kann.

 

Online Beratung – Unsere Empfehlung

Diese Berater stehen aktuell für eine ausführliche Beratung in diesem Bereich zur Verfügung und geben Antwort auf Deine Fragen.

Es wurden keine Berater gefunden.
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.