Canihua - Die Schokoalternative

Als Canihua werden die kleinen braunen Samen aus einem südamerikanischen Gänsefußgewächs bezeichnet. Damit gehört die Pflanze zu den so genannten Pseudogetreiden. In seiner Heimat Südamerika ist Canihua traditionell ein beliebtes Nahrungsmittel: Die gerösteten Samen werden zu Mehl zermahlen und anschließend zu Getränken oder Brei verarbeitet. Aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe gilt Canihua als gesunde, ballaststoffreiche und eiweißreiche Zutat.

Wo kommt Canihua her?

Canihua ist eine wirklich außergewöhnliche Pflanze, denn sie muss in ihrer Heimat eisige Temperaturen und starke Witterungsbedingungen aushalten. Angebaut wird Canihua nämlich in etwa 4.000 Metern Höhe in den Anden – der längsten Gebirgskette der Welt. Ursprünglich wurden die ersten Exemplare auf der Hochebene des Titicaca-Sees gefunden. In Peru und Bolivien wird Canihua noch sehr traditionell angebaut. Wichtig ist, dass das Getreide nach der Ernte im Herbst noch auf dem Feld getrocknet wird bevor es maschinell oder per Hand gedroschen wird.

Was macht Canihua so besonders?

Speziell für Schokoladen-Liebhaber scheint die Pflanze ein wahres Wunder zu sein: Die Körner schmecken fast wie Schokolade, besteht aber aus rund zweidrittel weniger Fett. 40 Prozent dieses Fetts enthält auch noch Linolsäure, die für den menschlichen Körper sehr wichtig ist. Darüber hinaus ist das Eiweiß der Canihua wesentlich leichter zu verdauen und einfacher zu verwerten – als beispielsweise tierisches Eiweiß. Weiterhin liegt der Ballaststoffanteil der Canihua-Pflanze bei zehn Prozent. Das bedeutet das der Mensch mit dem Verzehr von 100 Gramm des Pseudogetreides mehr als ein Drittel des täglichen Bedarfs an Ballaststoffen, das heißt auch an Folsäure, Zink und Eisen, decken kann. Außerdem sorgt eine ballaststoffreiche Nahrung für die langsamere Aufnahme von Kohlenhydraten, was wiederum zu einem geringen Blutzuckerspiegel nach dem Essen führt. In seiner südamerikanischen Heimat findet die Pflanze häufig Verwendung in der Naturheilkunde und ist besonders bei bakteriellen Darm-Infektionen hilfreich. Bei all den Vorteilen der Canihua-Pflanze darf nicht vergessen werden, dass sie sehr viele Kalorien und hohe Mengen an Kohlenhydraten enthält.

Zubereitung von Canihua

Canihua kann extrem vielseitig verwendet werden: Da die Körner sehr fein und winzig sind, können sie leicht in einer Getreidemühle gemahlen werden. Danach eignen sie sich hervorragend als Zutat für Backwaren wie Brot, Kuchen oder Muffins. Es bietet sich auch an, die gemahlenen Canihua-Körner in Waffel- oder Pfannkuchenteig einzurühren. Canihua bietet auch eine gesunde Alternative zu Popcorn: Die Körner platzen genau wie Mais unter der Anwendung von Druck und Hitze auf und werden zu Canihua-Pops. Bei Getränken dient Canihua häufig als Schokoladen-Ersatz und wird mit Milch zu Kakao verarbeitet. In Peru werden die Canihua-Körner traditionell geröstet, gemahlen und als Brei verzehrt. Wie genau Canihua schmeckt, ist schwer zu beschreiben: Viele bezeichnen ihn gerne als „arttypisch“.

 

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