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Krankheit und Allergie

Wenn die Krankheit den Alltag bestimmt, und der Genuss des Essens nur noch zu einer geplanten Nahrungsaufnahme degradiert wird

Krankheiten und Allergien

Ernähren bei Krankheiten & Allergien

Nicht alle Menschen können ihre tägliche Mahlzeit mit Genuss einnehmen. Etwa 7% aller Menschen leiden unter einer Nahrungsmittelallergie. Neben Allergien existieren auch psychische Krankheiten, welche die Nahrungsaufnahme negativ beeinflussen. Der Unterschied der Allergie zu einer Nahrungsmittel Intoleranz liegt darin, dass körperliche Reaktionen auftreten, die von Hautrötungen, Schleimhautschwellungen, Juckreiz, bis hin zu einem anaphylaktischen Schock reichen können. Erkrankungen wie z.B. Diabetes, Neurodermitis , Blutarmut oder Arthrose erfordern neben Allergien und psychischen Erkrankungen auch spezielle Ernährungskonzepte, die den Krankheitsverlauf positiv unterstützen.

Gicht

Patienten die unter der Gicht leiden, müssen besonders auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten. Stark purinlastige Lebensmittel sollten von gichtgeplagten Menschen möglichst strikt vermieden werden, denn als Reaktion auf die Zufuhr von Purin bildet der Körper Harnsäure. Der Blut-Harnsäurewert sollte möglichst unter 60mg pro Liter gehalten werden. Eine Ernährungsumstellung ist ein wichtiger Faktor zur Vermeidung von Gichtanfällen, sollte aber immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Die Ernährung kann dabei helfen, Medikamente einzusparen, wobei eine regelmäßige Blutanalyse zur Ergebnisprüfung eine erfolgreiche Behandlung bedingt. Die Purinhaltigkeit von Lebensmitteln findet man in speziellen Lebensmitteltabellen, die zur Zusammenstellung des Speiseplans herangezogen werden sollten. Für die Ernährung gibt es spezielle Berater, die Patientenschulungen durchführen und Ernährungspläne erstellen. Die Ernährung bei Gicht sollte auf die purinreichen Lebensmittel, wie z.B. Innereien, Spinat, Hefe, Rosenkohl, bestimmte Fleisch- und Fischsorten und einige Hülsenfrüchte (Erbsen, weiße Bohnen) verzichten. Alle Lebensmittel sollten durch dünsten, kochen oder grillen, fettarm und schonend zubereitet werden. Um das Eiweißdefizit auszugleichen wird zu fettarmen Milchprodukten und Eiern geraten. Gute Lebensmittel bilden Gemüse, Obst, Salat, Kartoffeln und Vitamin-C reiche Produkte. Patienten, die unter Gicht leiden, müssen besonders beim Trinken strenge Regeln befolgen. Alkohol ist ein Tabu, denn durch den angeregten Stoffwechsel steigt der Puringehalt. Besonders Bier enthält zusätzlich auch noch Purin. Wasser und Tee sollten bei 1-3 Litern pro Tag getrunken werden.

Cholesterin

Fast schon als Volkskrankheit kann man das Ergebnis des hohen Cholesterin nach der Blutentnahme beim Hausarzt bezeichnen. Ein dauerhaft hoher Cholesterinspiegel kann durch Übergewicht zu Arterienverkalkung führen und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen. Die Ernährung kann hier hervorragend entgegenwirken und ist schon innerhalb von Wochen stark wirksam. Ziel der Ernährung ist allerdings nicht die schnelle und kurzfristige Absenkung des Cholesterin, sondern eine dauerhafte Umstellung zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Auf dem Speiseplan sollten vor allem ballaststoffreiche Vollkornprodukte, sowie viel Obst und Gemüse stehen. Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt sind zu meiden. Dazu zählen auch Produkte mit einfachen Kohlenhydraten wie Glucose, die in vielen Fertigprodukten zu finden sind. Tierische Fette sind zu reduzieren und vorwiegend mit pflanzlichem Öl zu ersetzen. Hier ist besonders bei Wurstwaren und Milchprodukten auf die Mengen zu achten. Vorsicht ist jedoch bei dieser Substitution bei gehärteten Fetten geboten, die vielen Fertigprodukten zugesetzt werden. Diese Fette erhöhen das Oxycholesterin im Blut und sind ungesund. Alkohol ist stark zu reduzieren oder bestens aufzugeben, wenn der Cholesterinwert gesenkt werden soll. Als Ernährungskonzept zur Senkung des LDL-Wertes zugunsten des HDL-Wertes eignet sich bestens eine mediterrane Ernährungsweise, die nicht nur schmackhaft ist, sondern auch ausgewogen und gesund. Der hohe Anteil an Omega-3-Fettsäuren begünstigt die Ernährung in Bezug auf Cholesterinabsenkung sehr positiv durch die ausgewogene Zusammenstellung aus Fisch, Obst und Gemüse. Sport wirkt auch hier sehr positiv.

Bluthochdruck

Bluthochdruck wird meist durch ungesunde Lebensgewohnheiten ausgelöst, dazu zählen neben Stress, Rauchen, Alkoholkonsum und anderen, oft auch antrainierte Essgewohnheiten, die den Blutdruck durch entstehendes Übergewicht negativ beeinflussen. Die Therapie kann nur in enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt erfolgen, auch wenn es um eine Umstellung der Ernährung geht. Eine erfolgreiche Bluthochdrucktherapie aus Ernährungssicht sollte mit einem Abbau von Körpergewicht auf einen BMI unter 25 erfolgen. Die Ernährung sollte grundlegend natriumarm sein und die Bewegung nicht vernachlässigt werden. Alkohol und Zigaretten sollten bis auf ein Minimum reduziert werden und Kaffee und Salz nur in geringen Maßen genossen werden. Die mäßig erhöhte Zufuhr von Kalium begünstigt die Ernährung, da die Flüssigkeitsausscheidung über die Nieren erhöht wird. In allen Fällen der Ernährung sollte mit einem Ernährungsberater eine Planung erfolgen, die mit dem Behandlungskonzept des Hausarztes harmoniert. Das salzarme Essen stellt für viele Patienten ein Problem dar, jedoch ist Salz eines der „Gewürze“ deren Menge man reduzieren kann, ohne dass ein langfristiger Geschmacksnachteil entsteht. Auch ist Salz durch viele Gewürze sehr gut zu ersetzen, um den Genuss beim Essen aufrecht zu erhalten. Die Ernährungsweise wird langfristig umgestellt, hin zu einem zucker-, salz- und fettarmen Speiseplan, der Fertigprodukte meiden sollte. Das Kochen kann im Römertopf, Backofen und Grill ohne Verlust des Geschmacks schonend und fettarm erfolgen. Angepasste, mediterrane Ernährung kann als Grundlage eines gesunden und ausgewogenen Konzeptes dienen.

Diabetes

Diabetes kann durch ein angemessenes Körpergewicht, ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung verbessert werden. Die moderne Diabetesernährung unterscheidet sich heute kaum noch von der gesunder Menschen. Eine spezielle Küche für Diabeteskranke ist also obsolet. Die regelmäßigen Selbstkontrolle der Blutzucker- und Harnzuckerwerte bildet die Grundlage für die Ernährung der Krankheit. Ein übergewichtiger Typ 2-Diabetiker mit einer Restproduktion an Insulin kann sogar bei Gewichtsreduzierung und angepasster Ernährung ohne Medikamente auskommen. Eine solche Anpassung darf allerdings niemals ohne eingehende Beratung durch den behandelnden Arzt, oder selbständiges Absetzen der Medikamente erfolgen. Kohlenhydrate gelten landläufig als der „Feind“ des Diabetikers. Die Vermeidung von Kohlenhydraten ist allerdings grundlegend falsch, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil (+50%) einer ausgewogenen Ernährung. Diabetiker sollten Kohlenhydrate allerdings in mehreren kleinen Mahlzeiten aufnehmen, da so starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels besser abzufangen sind. Da kohlenhydrathaltige Lebensmittel unterschiedlich schnell vom Körper aufgenommen werden, sollten Diabetiker diese bevorzugen, die einen langsamen Anstieg des Blutzuckerspiegels bewirken. Vollkornprodukte sind hier bestens geeignet, da sie zusätzlich stark sättigen und reich an Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen sind. Zucker ist vor allem in Getränken eher zu vermeiden, wobei kleine Mengen in Nahrungsmitteln heute erlaubt sind. Das Süßen an sich sollte aber nach wie vor mit Süßstoffen wie Saccharin, Aspartam oder Cyclamat erfolgen. Fette und Eiweiße sind, wie bei gesunden Menschen zuzuführen.

Untergewicht

Untergewicht wird am BMI (Body-Mass-Index) gemessen und in drei Schweregrade aufgeteilt. Ein BMI unter 18,5 bildet die Definitionsgrenze zum Untergewicht und hat Schweregrad 1. Bei einem BMI unter 17 beginnt Schweregrad 2, der dritte Schweregrad fängt bei unter 16 an. Bei sinkendem BMI steigt das Gesundheitsrisiko an. Die Ursachen sind verschieden und fangen dabei an, dass nicht genug Nahrungsmittel oder finanzielle Ressourcen vorhanden sind, wie es in Entwicklungsländern auftritt. Auch psychische Krankheiten, wie z.B. die Anorexia nervosa führen zu Untergewicht und müssen auf seelischer Ebene therapiert werden. Häufige Ursachen sind auch mangelnde Nährstoffversorgung durch hohen Verbrauch (exzessiver Sport) oder körperliche Erkrankungen. Bei letzteren unterscheidet man wiederum diverse Arten, wie den Verlust von Nährstoffen, eine mangelhafte Nahrungsverwertung, Eiweißverlust, erhöhten Abbaustoffwechsel oder genetisch bedingte Faktoren. Beispiele für Untergewicht bei bestehenden Erkrankungen sind z.B. eine gestörte Schilddrüsenfunktion, entzündliche Darmerkrankungen, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, erbliche Enzymdefekte wie Laktoseintoleranz, HIV- Infektion, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Diabetes mellitus Typ I oder eine Nebennierenrinden-Insuffizienz. Untergewicht muss nicht zwingend auch Unterernährung bedeuten, wenn eine ausreichende Versorgung und Verarbeitung aller Nährstoffe sichergestellt ist, kann es sich auch um eine Veranlagung handeln. Zur Diagnose sind psychische Ursachen, falsche Ernährungsweisen und körperliche Ursachen immer von einem qualifizierten Arzt abzuklären.

Adipositas

Adipositas wird umgangssprachlich auch als „Fettsucht“ oder „Fettleibigkeit“ bezeichnet und ist meist eine Stoffwechselerkrankung. Die Ursache kann organisch sein, wie z.B. eine Schilddrüsenunterfunktion, aber auch falsche Ernährung oder Bewegungsmangel. Das Kernproblem der Erkrankung besteht in einer überproportionalen Vermehrung des eingelagerten Körperfettes und die daraus resultierenden Folgeerkrankungen, die organisch und/oder psychisch auftreten. Die Ernährung bei Adipositas ist die maßgebliche Therapie für Patienten, die gegen ihr Übergewicht kämpfen. Eine ausgewogene Zusammenstellung der Speisen und Getränke ist auf lange Sicht wirksam gegen die Krankheit. Als Nahrungskomponenten dienen neben Vollkornprodukten mit hohem Ballaststoffanteil grundlegend fettarme, aber nährstoffreiche Lebensmittel, wie z.B. reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln, mehrfache Zwischenmahlzeiten aus Obst und Gemüse, sowie fettarme Milch und Milchprodukte. Zucker und Salz sollte bei der Ernährung in Maßen Verwendung finden. Wichtig ist es eine Ernährungsplanung durchzuführen und auch beim Einkaufen (möglichst ohne Hunger) gezielt die Produkte zu kaufen, die dem Plan entsprechen. Die Mahlzeiten sollten nicht den üblichen drei am Tag entsprechen, sondern auf sechs ausgedehnt werden, wobei hier kleinere Portionen einzunehmen sind. Dies führt zu einem gleichmäßigen Sättigungsgefühl und weniger Heißhungerattacken. Wichtig für den Adipositas Patienten ist auch eine ausreichende körperliche Aktivität, die das Ernährungskonzept unterstützt und neben einer gewichtsreduzierenden Wirkung auch für die wichtige Fitness sorgt.

Blutarmut

Eine Blutarmut oder auch Anämie genannt, kann verschiedene Ursachen haben, deshalb ist auch eine unterstützende Ernährungsumstellung zwingend mit dem behandelnden Arzt abzusprechen. Man unterscheidet die organisch verursachte Anämie von der durch Mangelernährung bedingten Form. Eine Anämie kann aber auch durch Blutverlust, wie beispielsweise durch einen Unfall entstanden sein. Bei der Mangelernährung mit zu geringem Anteil an Spurenelementen, wie zum Beispiel Eisen tritt langfristig eine Anämie auf. Im letzteren Fall spricht man oft von „Eisenmangel“, oder auch der „Eisenmangelanämie“. Hat diese Form der Anämie keine organischen Ursachen, sondern wurde durch Mangelernährung ausgelöst, so kann eine angepasste Ernährung mit Fleisch, Geflügel, Fisch, Nüssen, Milch, Eiern und Hülsenfrüchten als Nahrungskomponenten den Mangel ausgleichen. Der behandelnde Arzt der Eisenmangelanämie empfiehlt neben der Ernährung auch manchmal die Einnahme von eisenhaltigen Präparaten zu Auffüllung der körpereignen Eisendepots. Beispielhaft ist auch ein Mangel an Folsäure, der besonders oft bei Alkoholikern auftritt. Hier ist natürlich zunächst die Ursache, das Alkoholproblem, zu beseitigen, bevor über eine sinnvolle Ernährung nachgedacht werden kann. Auch bei veganer Ernährung kann dieser Mangel manchmal auftreten, wobei hier die Ergänzung durch Tabletten bevorzugt wird. Folsäuremangel kann auch organische Ursachen haben, deshalb gilt auch hier, nicht selbständig zu experimentieren. Bei allen Anämien kann die Ernährung eine wichtige Rolle spielen, um die Unterversorgung auszugleichen, doch sollte man immer den Empfehlungen des Arztes folgen und niemals eine nicht abgestimmte Eigentherapie versuchen.

Gastritis

Eine Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut und tritt bei manchen Menschen auch chronisch auf. Ist die Magenschleimhautentzündung akut, sollte eine kurzfristige Ernährung mit leichter Schonkost erfolgen, um den Magen sofort zu entlasten. Um langfristig vorzubeugen, sollte der Patient sich dauerhaft an einen angepassten Ernährungsplan halten. Als Grundlage des Ernährungskonzeptes dient eine Beobachtung, welche Lebensmittel Symptome wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Druckgefühle verursachen. Die Beobachtung sollte in Zusammenarbeit mit einem Ernährungsberater erfolgen, der den Patient auch mit professionellen Beobachtungsprotokollen ausstattet. Auch sind Allergien auszuschließen, wie die weit verbreitete Lakotose-Intoleranz oder Glutenunverträglichkeit. Hier sollte in jedem Fall eine Diagnose durch einen Facharzt erfolgen. Die Nahrungsaufnahme kann magenschonender betrieben werden, wenn die Nahrung in mehreren, kleinen und über den Tag verteilten Mahlzeiten stattfindet. Die Magensäureproduktion wird so weniger stark angeregt. Auf gutes Kauen und langsames Essen ist außerdem Wert zu legen, um den Magen zu schonen. Nahrungsmittel, die scharf, sehr fett- oder zuckerreich sind, sollten gemieden werden. Besonders Fett ist bei Gastritis ein Garant für Schmerzen, was fettreiche Lebensmittel und sehr fettreiche Zubereitung, wie das Frittieren ausschließt. Ungeeignet für Gastritis Patienten sind: fettreicher Käse oder Sahne, fette Wurst-, Fisch- und Fleischwaren, fette Saucen, Mayonnaise, Süßigkeiten, Kuchen, Brot und blähungsfördernde Gemüsesorten wie z.B. Kohl, Hülsenfrüchte oder Zwiebeln.

Harnsteine

Harnsteine haben zahlreiche Ursachen, doch die Ernährung spielt dabei eine der wichtigsten. Da Harnsteine sich oft regelmäßig wiederbilden spielt besonders die Vorsorge durch eine Ernährungsumstellung eine wichtige Rolle. Diätetische Maßnahmen zur Reduzierung von Harnsteinbildung vermeiden die Nahrungszufuhr von steinbildenden Nahrungsmittel und legen besonders auf ein gutes Trinkverhalten maßgeblichen Wert. Alkohol ist möglichst zu vermeiden, denn es begünstigt die Steinbildung. Da es verschiedene Arten von Harnsteinen gibt und eine Nierenunterfunktion ausgeschlossen werden sollte, ist auch das Trinkverhalten mit dem Hausarzt abzusprechen. Die Flüssigkeitszufuhr sollte aber im Durchschnitt zwischen 3-4 Litern pro Tag liegen und aus verdünnten Säften, Nieren-, Blasen- oder Früchtetees bestehen. Die Nahrungsmittel sollten gut gewählt werden, z.B. sorgt die Zufuhr von viel tierischem Eiweiß, Süßigkeiten und Zucker nicht nur für die negative Senkung des Harn pH-Wertes, sondern fördert auch noch die Ausscheidung von Kalzium, was zur Harnsteinbildung beiträgt. Bei Mineralstoffen muss natürlich besonders Kalzium reduziert werden. Auch mit Kochsalz ist sparsam umzugehen, Magnesium ist dahingegen sehr empfehlenswert. Magnesiumreiche Lebensmittel sind z.B. Vollkornprodukte, Obst und Gemüse, wie weiße Bohnen, Erbsen, Linsen, Sojabohnen, Artischocken, Grünkohl, Kohlrabi, Kartoffeln, Bananen und Himbeeren. Zu empfehlen ist eine ballaststoffreiche Ernährungsweise. Aber Vorsicht, denn nicht alle Ballaststoffe sind gleichermaßen geeignet. Der morgendliche Kaffee ist erlaubt, weiterer Kaffeekonsum sollte aber vermieden werden. Schwarzer Tee kann durch andere Tees ersetzt werden.

Zöliakie / Glutenintoleranz

Eine Glutenintoleranz oder auch Zöliakie genannt, führt beim Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln in den meisten Fällen zu einer unangenehmen Dünndarmentzündung und einer starken Störung der Darmflora. Die Erkrankung wird heute als ein genetisch vererbtes Problem angesehen. Die Zöliakie kann neben starken Schmerzen zu einer chronischen Unterversorgung von Nährstoffen führen und es ist anzuraten, sie durch Fachärzte und Ernährungsberater zu behandeln. Bei der Auswahl von Lebensmitteln müssen Zöliakiebetroffene besondere Sorgfalt walten lassen, denn Gluten erscheint bei den Inhaltsangaben in verschiedensten Formen wie Glucosesyrup, Malz, Stärke (aus Weizen) und Pflanzenproteinen. Oft sind auch keine genauen Angaben über Gluten zu finden. Da speziellen glutenfreien Lebensmitteln oft auch wichtige Nährstoffe fehlen, ist innerhalb einer vollwertigen Ernährung besonders auf die Ballaststoffzufuhr zu achten. Ein glutenfreies Ernährungskonzept sollte aus diesem Grund immer mit einem fachkundigen Ernährungsberater entwickelt werden. Als Nährstoffergänzung zu glutenfreien Nahrungsmitteln sind besonders Obst, Gemüse, Reis, Sojabohnen, Mais, Kartoffeln, Fisch und rotes Fleisch empfehlenswert. Gluten selbst kommt meist in den folgenden Lebensmitteln vor, die strikt zu vermeiden sind: Dinkel, Gerste, Weizen, Malz, Roggen und speziellen Weizen/Roggen Kreuzungen wie Triticale. Auf die Hinweise der „produktionstechnischen Verunreinigungen“, wie z.B. „Kann Spuren von Nüssen enthalten“, ist weiterhin zu achten, denn manche geeignete Lebensmittel können Reste glutenhaltiger Substanzen aufweisen. Alternative Lebensmittel für Zöliakieleidende sind Quinoa, Amaranth, Buchweizen, Hirse oder auch Maronen.

Die vorangehenden Texte stellen eine unabhängige Patienteninformation dar, die von uns erarbeitet wurde, um unseren Besuchern und Mitgliedern hochwertige Informationen bereitzustellen und medizinisches Fachwissen verständlich zu veranschaulichen. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Zu weiterführenden Informationen raten wir zur Konsultation eines behandelnden Arztes, bzw. des Hausarztes, denn die hier veröffentlichten Inhalte sind keine ärztliche Beratung und ersetzen auch keine Diagnose oder Therapie.

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