Soja-Der Proteinlieferant der Zukunft

Soja – Anbau jetzt auch in Deutschland

Viele Menschen haben aufgrund von Gentechnik, Intensivanbau oder auch der Rodung des Regenwalds ein eher schlechtes Bild von dem Anbau und Massenkonsum der Sojabohne. Jedoch ist Soja nicht nur wichtig als Futter für Hühner oder Schweine, sondern auch für den Menschen ein guter Lieferant für Proteine und wichtigen Aminosäuren. Der Anteil, den wir für unsere direkte Nahrung verwenden, beträgt gerade 2%. Somit müssen wir beim Verzehr kein schlechtes Gewissen haben.

Wie veränderte sich die Nachfrage nach Soja in den letzten Jahren ?

Vor einigen Jahren wurde ausschließlich in Asien Soja angebaut. Aufgrund der steigenden Nachfrage wird heute auch in Afrika und dem Mittleren Osten Soja angebaut. Die Produktion verzehnfachte sich von 27 Millionen auf 320,8 Millionen Tonnen in den letzten 50 Jahren, wofür auch eine große Anbaufläche, heute von circa einer Millionen Quadratkilometer, benötigt wird.

Das Importvolumen Chinas hat sich deshalb in lediglich sechs Jahren verdoppelt. Zudem wird Soja als Hauptnahrungsmittel für Tiere verwendet. Hierbei tritt jedoch das Problem auf, dass viele Menschen ihr Fleisch oder Eier ohne Gentechnik produziert wissen wollen. Das ist schwer, da das meiste Futter für die Tiere aus Ländern wie den USA, Brasilien oder Argentinien kommt, wo beispielsweise der Einsatz von Glyphosat erlaubt ist. Deshalb werden bereits geringe Mengen Soja in Deutschland in der Donauregion angebaut. Es wird sogar davon ausgegangen, dass bei richtiger Herangehensweise die gleichen Erträge wie in Brasilien erreicht werden können.

Wie stehen deutsche Bauern zum Sojaanbau?

Generell wird in Deutschland versucht eine Soja Sorte durch Kreuzung zu erzeugen, die bei dem vorhandenen Klima angemessen wachsen kann. Daran sind sowohl Forscher als auch Hobbygärtner beteiligt. Jedoch sind viele Bauern, die kein oder wenig Vieh besitzen, daran interessiert Soja anzubauen, da die Sojabohne kein oder wenig Dünger benötigt und die Nachfrage auf dem Markt immer weiter steigt. Außerdem gibt es staatliche „Eiweißprämien“ für den Anbau von Soja, die ein weiterer Ansporn für die Bauern sind.

 

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