Vegan lebende Schwangere – Wie gesund ist das?

Für vegan lebende Schwangere gibt es noch keine genauen Studienergebnisse, auch die Meinungen der Ärzte und Ernährungsexperten gehen stark auseinander. Wer auf tierische Produkte verzichten möchten, braucht daher einen genauen Plan.

Carmen Hercegfi lebte vor ihrer Schwangerschaft bereits sechs Jahre vegan. Obwohl sie sich mit dieser Ernährung sehr gut auskannte, hatte sie jedoch Zweifel, ob sie ihr Baby mit genügend Nährstoffen würde versorgen können. Doch in Deutschland gibt es zu diesem Thema bisher kaum Ergebnisse. Sie bestellte sich daher Bücher aus den USA. Die US-amerikanische Academy of Nutrition and Dietetics sieht eine vegane Lebensweise als unproblematisch für alle Lebensphasen an.

Christian Albring ist Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte und teilt diese Meinung keineswegs. Eine vegane Ernährung während der Schwangerschaft sei zwar möglich, jedoch äußerst schwierig. Besonders die ausreichende Versorgung mit Eiweiß sieht er kritisch. Eine Frau brauche 50 bis 80 Gramm Eiweiß am Tag, ab dem vierten Monat sogar zehn Gramm mehr. Dies sei mit veganen Lebensmitteln kaum zu bewerkstelligen.

Edith Gätjen von der Unabhängigen Gesundheitsberatung (UGB) erklärt hingegen, dass vegane Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollgetreide und Ölsamen durchaus viele wichtige Proteine zur Verfügung stellen. Vegane Schwangere müssten nur wissen, wie viel sie von welchen Produkten essen sollten. Laut Gätjen ist daher eine umfassende Aufklärung essentiell.

Albring kritisiert, dass bisher noch keine genauen Studien über Veganerinnen in der Schwangerschaft vorliegen, er rät daher allen vegan lebenden Schwangeren, ihre Ernährungsform genau mit ihrem Gynäkologen zu besprechen. Auch Schwangere, die sich normal ernähren nehmen meist zusätzlich Vitamin D, Folsäure und Jod ein. Bei Veganerinnen sollte da laut Gätjen auch noch Vitamin B12 hinzukommen,  ohne das ein Kind schwere Entwicklungsstörungen erleiden kann.

Carmen Hercegfi hat sich für ihre Schwangerschaft einen genauen Ernährungsplan entworfen. Im Fünften Monat hat sie alle Blutwerte testen lassen, mit einem beruhigenden Ergebnis. Ihr kleiner Sohn kam gesund und munter auf die Welt. Jetzt möchte Hercegfi ihre Erfahrungen in einem Buch veröffentlichen.

 

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