Die Atkins-Diät ist eine Low-Carb-Diät. Das bedeutet, dass sie auf dem Prinzip basiert, dass wenige Kohlenhydrate konsumiert werden. Fette und Eiweiße werden allerdings weiterhin mit der Nahrung aufgenommen, so dass ihr Anteil innerhalb der Ernährung stark ansteigt. Die Diät besteht aus vier Phasen. In der ersten Zeit wird der Anteil an Kohlenhydraten auf 20 Gramm gesenkt. Diese Phase muss zwei Wochen durchgeführt werden. Um die Kohlenhydrate aufzunehmen, sollen ausschließlich Gemüse und Obst verzehrt werden. Brot und Ähnliches ist zu dieser Zeit verboten. In der zweiten Phase wird die Ernährung schließlich um Lebensmittel ergänzt, die einen höheren Kohlenhydratanteil aufweisen. Dabei wird darauf geachtet, dass die Menge an Kohlenhydraten über mehrere Wochen hinweg gesteigert wird. Sie wird dabei jeweils um fünf Gramm erhöht. Wird kein Gewicht mehr abgebaut, dann muss die Kohlenhydratmenge wieder um fünf Gramm verringert werden, so dass auch weiterhin eine Gewichtsreduktion erfolgt. In der dritten Phase soll die Kohlenhydratmenge so gesteigert werden, dass die Gewichtsabnahme nur noch mäßig erfolgt. Der Abschluss bildet schließlich eine Erhaltungsphase, bei der eine dauerhafte Ernährung eingeführt werden soll. Studien belegen, dass tatsächlich eine positive Wirkung der Diät eintritt. Allerdings ist nicht bekannt, aus welchen Gründen die Effekte auftreten. Diskutiert wird, dass durch die im Diätplan ausgewählten Nährstoffe ein frühes Sättigungsgefühl eintritt. Auch negative Auswirkungen auf die Blutwerte konnten nicht festgestellt werden. Insgesamt sind die Effekte der Diät allerdings sehr gering. Der durchschnittliche Gewichtsverlust lag bei 4,7 Kilogramm in einem Jahr. Kritiker sehen zudem eine potenzielle Gesundheitsgefahr, da die Diät sehr schnell einseitig wird, wie bei Low-Carb üblich. Zugleich gilt der Atkins-Diätplan nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht als ausgewogen, da der Anteil an Kohlenhydraten zu gering ist. Daraus resultiert der Nachteil, dass der Kohlenhydratgehalt im Ernährungsplan der Atkins-Diät unter der absolut notwendigen Menge liegt. So benötigt beispielsweise das Gehirn, das Nierenmark und die roten Blutkörperchen Glucose, das aus Kohlenhydraten gewonnen wird. Der Stoff stellt für diese Gewebe die einzige Nährstoffquelle dar. Hierin liegt der größte Nachteil gegenüber einer Kohlenhydrate-Diät. Bedingt durch die hohe Popularität stehen viele Atkins-Rezepte zur Verfügung. In der Kombination mit der Atkins Diät-Anleitung müssen diese Rezepte allerdings nicht zwingend verwendet werden. Die möglichen Lebensmittel können gut miteinander kombiniert werden, so dass auch frei gekocht werden kann, worin ein Vorteil der Abnehmkur liegt.

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