Ballaststoffpräparate werden in der Regel in Form von Kapseln eingenommen. Ballaststoffe selbst haben die Eigenschaft, dass sie vom Körper nicht aufgenommen werden können. Daher ist es ihnen nicht möglich Energie zu liefern. Sie haben allerdings eine verdauungsfördernde Wirkung und regen daher die Darmtätigkeit an. Darüber hinaus verbleiben sie länger im Magen und sorgen so für ein Sättigungsgefühl. Genau dieser Effekt wird bei den Mitteln ausgenutzt. Grundsätzlich gibt es Ballaststoffe, die nur wenig Wasser aufnehmen wie Zellulose oder Lignin. Sie werden mit der Nahrung zugeführt. Da sie allerdings im Magen nicht aufquellen, werden sie nicht in den Präparaten verarbeitet. Hier kommen vor allem Leinsamen, Guarkernmehl oder Pektine zum Einsatz. Sie nehmen sehr viel Wasser auf und quellen daher auf ein Vielfaches ihres ursprünglichen Volumens auf. Zudem verbleiben sie relativ lange im Magen. Die Theorie der Mittel besagt nun, dass durch die Einnahme der Stoffe ein Sättigungsgefühl entsteht. Dies sei dadurch bedingt, dass die Stoffe einen großen Raum im Magen einnehmen. Dadurch wird anschliessend weniger Nahrung aufgenommen, so dass auch die Kalorienzahl reduziert wird. Dies führt zu einer Gewichtsreduktion. Was in der Theorie funktioniert, ist in der Praxis umstritten. Das Hungergefühl wird nicht primär vom Magen ausgelöst. Eine Vielzahl von Hormonen – wie das Insulin – spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Der Füllungszustand des Magens ist deshalb nicht entscheidend für das Hungergefühl. Allerdings kann trotz Hunger nur noch wenig gegessen werden, was auf Dauer Heißhungerattacken auslösen kann. Ein weiteres Problem ergibt sich durch die Stoffe selbst. Durch das Aufsaugen der Magenflüssigkeiten können sie eine harte Konsistenz erhalten, so dass sie wie ein Pfropf wirken können.

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