Der Bleigehalt der Nahrung hängt immer von äußeren Einflüssen ab, wie beispielsweise Industrieanlagen oder Bleiwasserleitungen. Einige Gemüsearten – wie der Kohl beispielsweise – können sehr hohe Konzentrationen aufweisen, wenn sie in der Nähe von Industrieanlagen angebaut wurden. Darüber hinaus können auch die Innereien von Nutztieren und Wildpilze sehr hohe Konzentrationen Blei enthalten. Die Aufnahme des Schwermetalls erfolgt beim Menschen überwiegend durch die Atemluft. Der Gehalt in der Nahrung ist dagegen vergleichsweise gering. Gespeichert wird das Metall dann zu 90 Prozent in den Knochen und auch in der Leber ist ein erhöhter Bleigehalt zu finden. Im Körper dauert es rund 28 Jahre, bis es völlig zerfallen ist. Werden selbst kleinste Mengen Blei kontinuierlich aufgenommen, dann entstehen chronische Vergiftungserscheinungen wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen und Blässe. Bei einer hohen Konzentration im Körper kommt es zu einer Hemmung der Blutfarbstoffbildung und somit zu einer Beeinträchtigung des Sauerstofftransports. Gerade bei Kindern und Säuglingen kann es dadurch zu schwerwiegenden Schädigungen des Gehirns kommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass pro Woche höchstens drei Milligramm aufgenommen werden sollen. Da sich das Metall vor allem auf der Oberfläche von Pflanzen anlagert, sollten die äußeren Schichten dieser vor der Zubereitung immer entfernt werden. Bei gekräuselten Arten kann der Bleigehalt weitaus höher liegen, als jenen mit glatten Oberflächen. Deshalb ist hierbei besondere Vorsicht geboten. Früchte, die am Straßenrand wachsen, sollten nicht verzehrt werden. Zugleich sollten Lebensmittel gemieden werden, die in Keramikbehältern aufbewahrt werden, wenn diese Behälter aus den südlichen Ländern stammen. Hierfür wird noch heute oftmals eine Bleiglasur verwendet, aus der sich das Metall löst und deshalb in die Nahrung gelangt.

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