Die Ernährung nach den fünf Elementen gehört zur traditionellen chinesischen Medizin. Sie beruht daher auf der chinesischen Philosophie. Im Mittelpunkt steht zunächst das Tao. Dieses Prinzip liegt der Schöpfung zugrunde. Es bezeichnet den ersten und den letzten Umstand der Schöpfung und ist zeitlos. Es wird dem Menschen durch intuitive Erfahrungen und meditative Stille zugänglich. Darüber hinaus spielt auch Yin und Yang eine wichtige Rolle. Das Tao ist ungegliedert und bringt aus diesem Zustand die beiden Gegensätze hervor. Alles entsteht im Spannungsfeld der beiden Qualitäten und alle Gegensätze der Natur entstehen durch die dynamische Wechselwirkung der beiden Pole. Yin umfasst dabei alles Dunkle und Kalte sowie die Nacht und den Winter. Darüber hinaus beinhaltet der Pol das Feste und das Flüssige. Das Yang umfasst alle Gegensätze zum Yin – also das Helle, Warme sowie den Tag und die Sonne. Zudem ist es für das Energetische zuständig. Für Gesundheit, Aktivität und Wohlbefinden ist eine Harmonie von beiden Polen notwendig, so dass ein Ausgleich stattfinden muss. Auf diesen Grundlagen bauen nun die fünf chinesischen Elemente auf, die von den Elementen des Ayurveda oder den Elementen der Chemie zu unterscheiden sind. Den einzelnen Elementen können dabei Geschmacksrichtungen zugeordnet werden, die innerhalb der Ernährung eine wesentliche Rolle spielen. Das Element Holz beinhaltet beispielsweise den sauren Geschmack, das Feuer wird dem bitteren Geschmack zugeordnet. Die Erde ist süß und Metall scharf. Das Wasser ist die salzige Komponente. Die Ernährung nach den fünf Elementen bezieht sich auf die thermische Wirkung von Nahrungsmitteln. Jedes Lebensmittel wird einem der Elemente zugeordnet. Durch die thermische Zuordnung kann das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang – beziehungsweise zwischen Hitze und Kälte – ausgeglichen werden, so dass eine Harmonie entsteht. Dabei spielt die richtige Zubereitung eine wesentliche Rolle. Kühle wirkende Lebensmittel können durch die Garmethode und die Gewürze „gewärmt” werden. Umgekehrt können warme Lebensmittel „abgekühlt” werden. Die verschiedenen Elemente werden dabei in einer festen Reihenfolge zugeführt. Zunächst erhitzt das Feuer den Topf, danach wird Metall zugegeben, dem das Wasser folgt. Auf das Wasser folgt schließlich das Feuer und die Erde. Bedingt durch dieses Vorgehen ist viel Achtsamkeit während der Zubereitung nötig, so dass sich die Speisen bereits hierdurch positiv auswirken können. Da selbst in der Heimat der Ernährungslehre Probleme bei der Zuordnung entstehen können, werden meistens Wandtafeln verwendet, die eine genaue Zuordnung erlauben und den richtigen Zeitpunkt für die Zugabe aufzeigen. In Europa wird diese Ernährungsform eher in einer einfachen Version ausgeführt. Eine Mahlzeit wird durch die Kombination von neutralen, warmen und erfrischenden Zutaten gekocht. Die Basis jedes Gerichts ist das Getreide. Darüber hinaus sollen die erfrischenden Zutaten und die Wärmenden Energie und Wärme geben. Im Sommer werden überwiegend frische Lebensmittel verzehrt, im Winter Warme. Da bei der Ernährungsform keine Einschränkungen der Zutaten gegeben sind, handelt es sich um eine sehr gesunde Ernährung. Die Mahlzeiten sind überwiegend vegetarisch. Zugleich werden frische Lebensmittel bevorzugt. Auch im Rahmen einer Diabetes kann die Ernährung gut eingesetzt werden, da sie alle wichtigen Nährstoffe liefert und in der Regel wenige Broteinheiten beinhaltet. Die meisten Zutaten haben darüber hinaus einen niedrigen Brennwert, so dass die Ernährung auch im Rahmen einer Diät eingesetzt werden kann. Nach dem Abnehmen ist auch eine dauerhafte Ernährung nach diesem Prinzip möglich. Allerdings werden im Winter Südfrüchte abgelehnt, so dass hier ein kleiner Nachteil entsteht. Auch Rohkost wird weitgehend vermieden. Deshalb müssen Vitamin C, ß-Carotin und andere Mineralstoffe durch gleichwertige Lebensmittel ersetzt werden.

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