Beim Fasten steht der Verzicht auf den Konsum von Lebens- und Genussmitteln im Vordergrund. Die Enthaltung kann dabei sowohl vollständig wie auch teilweise geschehen. Dabei wird der Durchführungszeitraum bereits zu Beginn der Fastenzeit festgelegt, so dass es sich um eine zeitlich begrenzte Maßnahme handelt. Der Verzicht auf Lebens- und Genussmittel ist historisch gesehen in vielen Religionen üblich und ein fester Bestandteil des Lebens. Auch im christlichen Glauben wird eine Fastenzeit durchgeführt, die 40 Tage dauert und an Ostern endet. Hiermit soll an die Zeit erinnert werden, in der Jesus fastend in der Wüste verbrachte. Im Judentum sind sogar mehrere Tage festgelegt, an denen bis zu 25 Stunden gefastet wird. In der Moderne kommt der Form der Enthaltung auch eine medizinische Bedeutung zu. Hier wird es häufig eingesetzt, um eine Diät einzuläuten. Bei einigen Formen steht die Heilung von bestimmten Erkrankungen im Mittelpunkt. Auch eine „Entgiftung“ soll durch die Einhaltung einer Fastenzeit erfolgen. Darüber hinaus ist auch die politisch motivierte Enthaltung üblich, bei der aus Protest die Nahrung verweigert wird. In der Ernährung und in der Medizin ist das Heilfasten üblich. Es soll das Wohlbefinden steigern und die Gesundheit fördern. Die positiven Eigenschaften konnten bisher wissenschaftlich nicht vollständig bestätigt werden. Im Blickfeld stehen daher die subjektiven Eigenschaften. Vor der Durchführung sollte allerdings immer eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Durch den Verzicht auf die Nahrung können viele Risiken entstehen. Bei bestimmten Erkrankungen wie Diabetes soll vollständig auf eine Fastenkur verzichtet werden. Die Durchführung der Kur erfolgt dabei in zwei Schritten. Beim ersten Schritt wird auf die Ernährung verzichtet. Erlaubt sind nur noch Flüssigkeiten. Je nach Kur kann die Flüssigkeit rein aus Wasser bestehen. Üblich ist allerdings der Genuss bestimmter Tees. Bei vielen Kuren dürfen auch leichte Suppen verwendet werden. Nach einigen Tagen wird dann das Fastenbrechen begonnen. Hierbei wird langsam und schrittweise wieder feste Nahrung zugeführt. Der Aufbau dauert mehrere Tage. Ein Problem bezüglich der Diäten ist dabei die Umstellung auf den Hungerstoffwechsel. Der Körper verbrennt weniger Energie. Ein Umstand, der auch noch nach der Fastenkur vorhanden ist. Deshalb kann eine Diät erschwert werden.

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