Unter dem Begriff Formula-Diät wird eine Art der gewichtsreduzierenden Diäten verstanden. Dabei werden Mahlzeiten durch fertige Getränke oder Pulver zum Anrühren ersetzt. Die Kalorienzahl ist bei diesem Diäten auf täglich 1.200 Kilokalorien beschränkt. In Ausnahmen können auch mehr Kalorien zugeführt werden. Die dabei verwendeten Getränke sind in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen verfügbar und ähneln im Normalfall den herkömmlichen Milch-Shakes. Um eine Mangelversorgung mit Nährstoffen zu verhindern, hat der Gesetzgeber für diese Diäten Gesetze erlassen, die von den Anbietern und Herstellern einzuhalten sind. Grundlage bildet die Diätverordnung. Die Formula-Diät muss alle Nährstoffe gewährleisten, die täglich vom Körper benötigt werden. Neben Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten muss auch ein ausreichender Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen sowie Spurenelementen vorhanden sein. Hier ist vorgesehen, dass sich die Zusammensetzung an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientiert. Der Höchstkaloriengehalt pro Mahlzeit darf daher 400 Kilokalorien nicht überschreiten. Ärzte empfehlen die Diäten vor allem bei Patienten mit starkem Übergewicht. Ihr Body-Mass-Index sollte über 30 betragen. Die Pulver sind häufig in ärztlich kontrollierte Programme eingebettet, um die gesundheitlichen Risiken zu minimieren. Ziel der Diäten ist dabei, die Ernährungsgewohnheiten zu verändern und eine schnelle Gewichtsreduktion zu erreichen. Werden die Mittel ohne ärztliche Betreuung eingenommen, dann sollte die Abnahme zwölf Kilogramm nicht überschreiten. Zudem sollte die Diät nach einem Zeitraum von drei Wochen beendet werden. Der Gesetzgeber schreibt hierbei vor, dass für den Zeitraum ein Vermerk auf der Verpackung angebracht werden muss. Die Formula-Diät ist immer eine Mangeldiät. Das bedeutet, dass dem Körper wesentlich weniger Energie zugeführt wird, als er verbraucht. Das Resultat ist, dass der Körper in den Hungerstoffwechsel schaltet und damit weniger Kalorien verbraucht. Zudem wird bei den meisten Durchführungen nichts an der Ernährung verändert, so dass im Anschluss an die Diät häufig wieder die alten Essgewohnheiten angewendet werden. Durch den Hungerstoffwechsel in Kombination mit der hochkalorischen Ernährung kommt es zu einer raschen Gewichtszunahme. Dabei kann das Endgewicht das ursprüngliche Gewicht übersteigen. Dieser Effekt wird auch als JoJo-Effekt bezeichnet, der bei ständiger Wiederholung auch gesundheitliche Probleme nach sich ziehen kann.

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