Auch wenn der Anstieg des Insulinspiegels eine Grundlage der Glyx-Diät darstellt, handelt es sich dabei dennoch nicht um eine Low-Carb-Diät. Die Glyx-Diät schränkt vielmehr weder den Verzehr von Fett noch von Eiweiß oder Kohlenhydraten ein. Auch die aufgenommene Kalorienzahl ist eher weniger relevant innerhalb dieser Diätform. Grundlage für die Ernährungsform ist der glykämische Index, der auch mit Glyx abgekürzt wird. Der Glyx-Index wird definiert als Fläche, die in einer Kurve nach zwei Stunden entsteht, wenn 50 Gramm Kohlenhydrate aufgenommen wurden. Übersetzt bedeutet dies, dass gemessen wird, wie lange die Kohlenhydrate brauchen, um in den Körper aufgenommen zu werden. Je mehr Kohlenhydrate in kurzer Zeit aufgenommen werden, desto höher steigt der Index an. Die Diät unterscheidet deshalb zwischen den guten und den schlechten Kohlenhydraten. Bei den Guten steigt der Wert langsam, bei den Schlechten steigt der Wert schnell an. Als Antwort auf die Erhöhung des Blutzuckers schüttet der Körper vermehrt Insulin aus. Das bedeutet, dass bei schnellem Anstieg der Zuckerwerte viel Insulin ausgeschüttet wird, so dass die Kurve sehr schnell wieder abfällt und ein Hungergefühl entsteht. Genau dies soll durch den Glyx-Diät-Plan verhindert werden. Dadurch kann der Insulinspiegel nicht auf Spitzenwerte steigen. Da Insulin auf die Zellen wirkt und sie empfänglicher für eintretende Stoffe macht, werden die Fette nicht in den Körper aufgenommen, so dass keine Gewichtszunahme stattfindet. Vielmehr werden in der Nacht Fette abgebaut, da dem Körper keine Kohlenhydrate zur Verfügung stehen, die er zur Energiegewinnung nutzen kann. Die Glyx-Rezepte basieren auf Lebensmitteln, die einen niedrigen Fettgehalt aufweisen. Deshalb enthalten die Speisen viel Obst und Gemüse. Aber auch Vollkornbrot und Apfelsaft darf verzehrt werden. Auch wenn Nudeln fast ausschließlich aus Kohlenhydraten bestehen, haben sie einen niedrigen Index-Wert. Deshalb sind sie ebenfalls ein Bestandteil der Diät-Rezepte. Die Glyx-Diät-Rezepte enthalten allerdings keinen polierten Reis, Kartoffelpüree oder Weißbrot. Diese Lebensmittel zeigen einen hohen Index-Wert. Darüber hinaus sind auch Lebensmittel erlaubt, die auf den ersten Blick unlogisch klingen. Ein Beispiel hierfür ist das Speiseeis, das einen sehr niedrigen Glyx-Wert zeigt. Insgesamt handelt es sich durchaus um eine sehr ausgewogene Ernährung, die weder mit einer Kohlenhydrate-Diät noch mit einer eiweiß- oder fettlastigen Diät vergleichbar ist. In der Ernährungslehre ist die Diätform allerdings umstritten. Die alleinige Schuld für Übergewicht kann nicht nur dem glykämischen Index zugeschrieben werden. Physiologisch sind die meisten Thesen der Diätform nicht haltbar. Um eine gesunde Ernährung dauerhaft durchzuführen, ist die Glyx-Diät allerdings durchaus geeignet.

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