Grundsätzlich sind Kräuter Gewürze. Ihre Blätter werden dabei frisch oder getrocknet verwendet. Die Unterscheidung zwischen Kräutern und Gewürzen wird meistens nur in der Umgangssprache vorgenommen. Dabei sollen die getrockneten oder frischen Pflanzenteile von Samen, Früchten, Wurzeln und anderen Pflanzenbestandteilen getrennt werden. Die Pflanzenteile stellen nicht nur gute Gewürze dar. Häufig werden sie auch zur Zubereitung von Heißgetränken verwendet. Hierfür gibt es ganz spezielle Tee-Kräuter, die für die Zubereitung von Speisen im Normalfall nicht eingesetzt werden. Die meisten Kräuter-Pflanzen verlieren bei der Trocknung einen großen Teil ihres Aromas. Deshalb werden vermehrt die frischen Kräuter verwendet. Neben den Topfpflanzen in den heimischen Supermärkten bauen vor allem Hobbygärtner ihre täglich genutzten Kräuter in einem eigens eingerichteten Kräuter-Garten an. In den meisten Kräutern stecken gesunde Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Bedingt durch den geringen Gehalt und die Zerstörung der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe, steht die gesundheitliche Wirkung in der Küche allerdings im Hintergrund, so dass sie ausschließlich als geschmacksgebende Komponente eingesetzt werden. Viele Kräuter verfügen über sekundäre Pflanzenstoffe, die in großen Menge vorhanden sind. Darüber hinaus verfügen viele Pflanzen über ätherische Öle. Genau diese Stoffe sind für die Heilpflanzen-Wirkungen verantwortlich. Daher sind viele Heilpflanzen Heilkräuter, die auch als Küchenkräuter verwendet werden. Ein Beispiel ist das Salbeiblatt, das in der Küche ein beliebtes Wildgewürz ist. In der Heilkunde wird es gegen Halsschmerzen eingesetzt. Darüber hinaus soll die Heilpflanze auch gegen Magen-Darm-Beschwerden wirken. Zudem gibt es weitere Heilkräuter, die in beiden Bereichen eingesetzt werden. Die Tollkirsche enthält beispielsweise Atropin, das Maiglöckchen liefert Wirkstoffe bei Herzkrankheiten und noch vieles mehr. Gerade in der Naturheilkunde werden nicht nur die einheimischen Gewächse verwendet. Die chinesischen Heilpflanzen gewinnen mit zunehmender Verbreitung der traditionellen chinesischen Medizin auch bei uns immer mehr Vertrauen. Gleiches gilt für die indischen Lehren oder auch die Heilgewächse, die im Mittelalter verwendet wurden. Bei vielen wurde die Wirksamkeit sogar wissenschaftlich bestätigt. Häufig dienen die Wirkstoffe der Pflanzen auch als Vorlage für die Entwicklung hochwertiger synthetischer Wirkstoffe. Die Wirkung einiger Pflanzen – wie der Ginkgo-Baum – kann allerdings bis heute nicht künstlich hergestellt werden. Daher muss der Wirkstoff daher noch immer aus der Pflanze selbst gewonnen werden. Bedingt durch diese breite Anwendung gehören die Heilpflanzen und Kräuter in den Alltag jedes Menschen. Sie haben vielfältige Aufgaben und machen das Leben angenehmer.

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