Bei einer Krebs-Diät handelt es sich nicht um eine gewichtsreduzierende Diät. Vielmehr soll sie unterstützend bei Krebsleiden fungieren. Ziel der Ernährungsform ist das Aushungern der Tumorzellen. Tumore bestehen aus entarteten Zellen, die weit mehr Energie verbrauchen, als die normalen und gesunden Zellen. Während die normalen Körperzellen Glucose und Sauerstoff restlos verbrennen, gehen Tumorzellen andere Wege. Sie verbrennen die Kohlenhydrate ohne Sauerstoff bis zur Milchsäure. Dadurch verbrauchen sie sehr viel Traubenzucker und verfügen darüber hinaus über einen sehr hohen Energieverbrauch. Eine andere Form der Energiegewinnung ist nicht möglich. Die Verbrennung kann nicht mit Sauerstoff stattfinden, da dieser nur begrenzt verfügbar ist. Kann keine Energie gewonnen werden, dann kommt die Ausbreitung zum Stillstand. Genau dieses Prinzip wird bei einer Krebs-Diät genutzt. Durch eine starke Verminderung der Kohlenhydrate soll dem Tumor der Brennstoff entzogen werden. Dadurch kann er sich nicht mehr ausbreiten. Es handelt sich somit um Diäten, bei denen vor allem die Kohlenhydrate stark reduziert werden. Erlaubt sind allerdings Eiweiße und Fette. Deshalb darf der Patient bei solchen Diäten keine Nudeln, Reis und andere Beilagen essen. Zugleich darf auch Obst nur in begrenzten Mengen aufgenommen werden. Erlaubt sind aber reichlich Fleisch, Fisch oder Speiseöle und Ähnliches. Bedingt durch die starke Reduzierung der Nährstoffe entstehen bei langer Diätdauer Mangelerscheinungen, so dass die ohnehin geschwächten Patienten nochmals zusätzlich geschwächt werden. Gleichzeitig können die Diäten nur durchgeführt werden, wenn die Milchsäuregärung bereits begonnen hat, was erst in einem späteren Stadium der Erkrankung erfolgt. Deshalb eignet sich diese Art der Behandlung nur, wenn die Erkrankung in einem sehr fortgeschrittenen Stadium ist und die normalen Therapien bereits beendet sind. Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit sind derzeit nicht vorhanden. Allerdings wurden die ersten Studien begonnen, so dass in einigen Jahren Ergebnisse zu erwarten sind.

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