Die Makrobiotik war bereits in der Antike bekannt und wurde in der Moderne weiterentwickelt. Im Mittelpunkt dieser Theorie steht die Annahme, dass die Welt aus Gegensätzen besteht. Diese Anschauuung wurde aus der asiatischen Philosophie entlehnt. Makrobiotik-Rezepte bestehen daher immer aus Zutaten, die an den Gegensätzen orientiert sind. Während Yin beispielsweise saure und süße Lebensmittel sowie Gemüse beinhaltet, ist Yang den basischen Lebensmitteln sowie Salz und Getreide zugeordnet. Die Grundlage der Makrobiotik-Ernährung bildet das Getreide in allen Formen. Daher können sowohl die ganzen Körner wie auch Flocken und Ähnliches verwendet werden. Diese Grundzutat wird dann durch Nüsse, wenig Obst, Samen, Gemüse und Bohnen ergänzt. Kartoffeln, Tomaten und Zucker bilden Ausnahmen und dürfen nicht verzehrt werden. Zugleich werden keine Milchprodukte verarbeitet. Dadurch muss das Eiweiß aus Sojaprodukten gewonnen werden. Kleine Mengen Fisch sind erlaubt. Weitere tierische Lebensmittel sind allerdings strikt verboten. Getrunken soll nur dann werden, wenn wirklich Durst vorhanden ist. Dies erfolgt demnach unabhängig von der täglichen Trinkmenge. Im Mittelpunkt der makrobiotischen Küche stehen daher Salate und viel Rohkost. Für eine Diät ist die Ernährung dadurch gut geeignet. Die Kalorienmenge ist stark begrenzt, so dass eine Gewichtsabnahme zwangsweise erfolgt. Ein Problem ergibt sich dadurch, dass die Kost sehr unausgewogen ist. Dadurch können Mangelerscheinungen auftreten. In den 1970er Jahren musste die Ernährung verändert werden, da sogar Todesfälle auftraten, die auch mit dem aktualisierten Konzept nicht ganz ausgeschlossen werden konnten. Durch die beschränkte Lebensmittelauswahl muss die Ernährung sorgfältig geplant werden. Ein Problem ergibt sich auch durch die Elektrolyte, die bei dieser Ernährung nur unzureichend zugeführt werden. Sie sind sehr häufig im Trinkwasser zu finden. Die Empfehlung, dass nur bei einer Durstempfindung getrunken werden soll, ist daher als sehr problematisch einzustufen. Ältere Menschen empfinden weniger Durst als Junge. Deshalb trinken sie weit weniger. Viele Senioren würden ohne Aufforderung überhaupt nicht trinken. Durch eine zu geringe Trinkmenge kann der Elektrolythaushalt empfindlich gestört werden. Jedes Elektrolyt – beispielsweise Magnesium, Chlorid, Natrium, Kalium, Calcium oder auch Hydrogencarbonat – übernimmt wichtige Funktionen innerhalb der Zellen. Sie spielen beim osmotischen Druck eine wichtige Rolle. Auch die Nerven benötigen Elektrolyte. In der Regel verwenden Elektrolyte Blut, um an ihre Wirkungsstätte zu gelangen. Sie werden dann über das Blut wieder abtransportiert und über die Nieren ausgeschieden. Durch die Zufuhr in Form von Getränken entsteht ein ständiger Kreislauf und die Konzentration ist ausgeglichen. Durch eine zu geringe Trinkmenge ist bereits ein Ungleichgewicht vorhanden. Werden bei Durchfall Elektrolyte nun vermehrt ausgeschieden, dann ist das Gefälle extrem groß, ohne dass dadurch Durst entstehen muss. Nach der Makrobiotik soll die Person dann allerdings nicht trinken. Dies kann dann eine Exsikkose nach sich ziehen, die in einen lebensbedrohlichen Zustand übergehen kann.

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