Margarine wird in der Moderne immer häufiger als scheinbar gesunder Butterersatz angeboten. Dabei ist das Produkt eine Mischung aus verschiedenen vorwiegend pflanzlichen Ölen und Fetten. Darüber hinaus wird Wasser oder Magermilch, Säuerungsmittel sowie Emulgatoren, Vitamine, Aroma- und Farbstoffe zugesetzt. Damit ist die moderne Margarine weit von der ursprünglichen Rezeptur entfernt, die wesentlich gesünder war. Die Inhaltsstoffe sind im Milch- und Margarinegesetz geregelt. Hiernach muss ihr Fettgehalt mindestens 80 Prozent betragen. Der Wassergehalt liegt deshalb bei ungefähr 20 Prozent. Zur Konservierung darf ausschließlich Sorbinsäure verwendet werden. Diese Säure ist kennzeichnungspflichtig und muss daher zwingend auf der Packung vermerkt sein. Darüber hinaus müssen auch zugesetzte Vitamine vermerkt werden. Im Gegensatz zur Butter ist in diesem Produkt in der Regel kein Cholesterin vorhanden. Die Herstellung dessen beginnt mit der Raffination von Rohölen. Hierunter wird die Reinigung der Öle verstanden. Danach werden diese modifiziert und von ihrem flüssigen Zustand in eine feste Form gebracht. In einem letzten Schritt wird schließlich eine Rekombination durchgeführt. Hierdurch werden die gewünschten Eigenschaften hervorgebracht. Die verschiedenen Inhaltsstoffe werden in komplizierten Verfahren gemischt. Einige können auf natürlichem Weg nicht miteinander vermischt werden. Deshalb müssen Emulgatoren eingesetzt werden, die Fette und Wasser kombinieren können. Einige Margarinen enthalten allerdings tatsächlich nicht nur pflanzliche Bestandteile. Vielmehr kann auch ein Anteil an entrahmter Milch vorhanden sein. Um eine Fälschung auszuschließen und das Produkt von der Butter zu unterscheiden, müssen noch 0,2 Prozent Kartoffelstärke oder zehn Prozent Sesamöl eingearbeitet sein. Die normale Margarine muss nicht für jeden Verwendungszweck geeignet sein. Vielmehr gibt es Produkte, die nur zum Kochen und Backen verwendet werden können. Sie schmecken im Rohzustand nicht. In der Regel ist dies auf der Verpackung vermerkt. Einige Produkte sind bereits traditionell, so dass deren Verwendung auch ohne die Kennzeichnung bekannt ist.

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