Nahrungsergänzungen befinden sich immer im Grenzbereich zwischen Lebensmitteln und Arzneimitteln. Es handelt sich dabei um Präparate, die den menschlichen Organismus mit hohen Dosen von unterschiedlichen Nährstoffen sowie Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Die Nahrungsergänzungsmittel sind dabei stets auf einen bestimmten Zweck abgestimmt. Oftmals enthalten sie Vitamine, wodurch eine Mangelversorgung ausgeglichen werden soll. Oftmals steht bei der Nahrungsergänzung Muskelaufbau und Kraftaufbau im Mittelpunkt. Und überhaupt spielt im Sport Nahrungsergänzung eine wichtige Rolle. Die Mittel liefern oftmals viel Eiweiß. Nahrungsergänzung wird daher zum verlässlichen Partner für eine Steigerung der Leistung. Grundsätzlich gilt allerdings, dass die Präparate bei einer gesunden Ernährung nicht notwendig sind. Wer Muskeln aufbauen will, der kann eiweißreiche Lebensmittel konsumieren. Zugleich sind in der täglichen Ernährung genügend Vitamine und Mineralstoffe vorhanden, so dass sie nicht künstlich zugefügt werden müssen. Ein weiteres Problem ergibt sich durch die Bioverfügbarkeit. Die Wissenschaft konnte den Nachweis erbringen, dass künstlich zugeführte Nährstoffe nicht in gleicher Weise im Körper wirken wie die natürlichen Wirkstoffe. Zudem werden die Stoffe wesentlich schlechter verarbeitet. Aus welchem Grund diese Gegebenheiten vorliegen, ist bisher nicht bekannt. Zudem kann durch die Einnahme der Mittel eine Überversorgung auftreten. Nicht alle Stoffe werden wieder aus dem Körper ausgeschieden. Einige können auch gespeichert werden, so dass durch die Überversorgung auch Nebenwirkungen auftreten können, die gesundheitliche Beeinträchtigungen bewirken. So kann eine Zink-Nahrungsergänzung zu einer Überdosis und damit zu einer Verringerung der weißen Blutkörperchen führen. Zugleich entsteht eine Blutarmut als Folge einer konstanten Überdosis. In einigen Situationen ist die Anwendung der Mittel allerdings durchaus sinnvoll. Ein Beispiel ist die Schwangerschaft. Nahrungsergänzung kann hier Stoffe ersetzen, die durch die normale Ernährung nur mit Mühe ausgeglichen werden können. Für einige Stoffe kann während der Schwangerschaft sogar eine dauerhafte Unterversorgung bestehen. Das Kind entnimmt sich diese Stoffe und die Mutter spürt die Mangelsymptome. Beispiele können Jod oder Folsäure sein. In diesem Fall ist die Einnahme einer Nahrungsergänzung durchaus sinnvoll.

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