Reis wird in einer besonderen Weise angebaut. Sein unterer Teil muss ständig nass sein. Zudem braucht die Pflanze viel Wärme. Sind die verwertbaren Bestandteile reif, dann werden sie geerntet und in einer Mühle gedroschen. In diesem Stadium sind die Reiskörner noch von einer Hülse umgeben. Diese werden dann entfernt, bis der Keim sichtbar wird, der ebenfalls in eine Samenschale eingebettet ist. In einem weiteren Schritt werden die Reiskörner geschliffen, so dass die Samenschalen – die sogenannten Silberhäutchen – nicht mehr vorhanden sind. In einem letzten Schritt erfolgt die Befreiung vom Mehlstaub und das Polieren. Reis hat einen Stärkeanteil von ungefähr 80 Prozent. Darüber hinaus enthält er wenig Eiweiß und Fett. Insgesamt können drei Reistypen unterschieden werden. Die bekannteste Form ist der Langkornreis wie beispielsweise Basmati. Daneben kann der Mittelkornreis und der Rundkornreis unterschieden werden. Letzterer wird für Speisen wie Risotto und Ähnliches verwendet. Innerhalb dieser Typen können die Körner rot, schwarz oder grün sein. Nicht nur die Unterscheidung der Reistypen ist üblich. Auf dem Markt sind derzeit acht Reissorten vorhanden. Die beliebteste Form ist der Parboiled Reis, bei dem rund 80 Prozent der Nährstoffe aus der abgeschliffenen Silberhaut gerettet werden. Der Braunreis wurde zwar von der Hülse befreit, besitzt allerdings die Silberhaut, da er nicht geschliffen wurde. Der Weiße Reis ist ebenfalls häufig anzutreffen. Bei ihm liegt nur das Korn ohne Silberhäutchen vor. Der Kochbeutelreis besteht aus einem Lang- oder Rundkornreis, der in einem Beutel gegart wird. Grundsätzlich kann hierfür jeder Reis verwendet werden. Beim Schnellkochreis handelt es sich ebenfalls um eine Art Lang- oder Rundkornreis. Hier wird der Reis zunächst industriell vorgegart und getrocknet. In einigen Fällen erfolgt die Trocknung durch Gefriertrocknen. Die Garzeit verringert sich, wodurch er für die schnelle Küche geeignet ist. Allerdings hat diese Variante den Nachteil, dass die Inhaltsstoffe nahezu vollständig ausgekocht wurden. Expressreis muss nur noch für eine sehr kurze Zeit gegart werden und wird in der Regel bereits während des Kochens in der Fabrik gewürzt. Eine seltene Form ist der Roh- oder Paddy-Reis. Hierbei handelt es sich um einen Typen, der bei der Ernte knapp ein Viertel des Volumens an Feuchtigkeit enthält. Wildreis ist inzwischen sehr beliebt. Es handelt sich allerdings nicht um ein Getreide. Unter der Bezeichnung Wildreis sind die Samen von Wassergräsern zu verstehen. Die Zubereitung des Wildreises dauert etwas länger. Zudem benötigt er eine wesentlich größere Wassermenge beim Garen. Er hat vor allem den Vorteil, dass weit mehr Mineralstoffe und Vitamine enthalten sind, als sie beim normalen Reis zu finden sind.

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