Die Säure-Basen-Diät gründet auf der Annahme, dass viele Zivilisationskrankheiten durch einen Überschuss an Säure im Körper ausgelöst werden. Darunter finden sich nach Meinung der Anhänger auch viele chronische Erkrankungen wie die Osteoporose. Ein Grund dafür sei, dass für den Ausgleich der Säure Mineralien aus dem Gewebe entnommen werden, so dass ein Mineralien-Mangel entsteht, wodurch diese Krankheiten ausgelöst werden. Vor allem die industrielle Produktion sei für den Säureüberschuss verantwortlich. Darüber hinaus sei Fast-Food und der hohe Anteil an Fleisch in der Nahrung für die Entstehungen verantwortlich. Stress und eine zu flache Atmung begünstigen der Theorie nach die Übersäuerung ebenfalls. Mit einer Ernährung, die überwiegend Basenbildner beinhalte, könne das Gleichgewicht hergestellt werden, so dass die Beschwerden rückläufig seien. Daher sollen tierische Produkte wie Fleisch, Wurst oder Fisch weitgehend gemieden werden. Gleiches gilt auch für Räucherwaren, Bratfett, süße und fette Speisen, Kaffee, Weißmehl, Limonaden, Kohlensäuregetränke oder Süßigkeiten. Die Ernährung innerhalb dieser Diätform besteht daher überwiegend aus Gemüse. Zudem muss Wasser ohne Kohlensäure getrunken werden, wie auch Kräutertee. Die Lebensführung umfasst auch Atemübungen sowie Sport und die Einnahme von Basensalzen. Bei genauer Betrachtung der Ernährung zeigt sich schnell, dass mit diesen Vorschriften auch eine Diät durchgeführt werden kann. Die Mahlzeiten enthalten wenig Kalorien und Fette. Auch Vitamine und Mineralstoffe werden aufgenommen. Bedingt durch die Kalorienreduzierung ist ein Abnehmen somit wahrscheinlich. Und auch eine Mangelversorgung stellt sich bei richtiger Durchführung nicht ein. Allerdings kann der grundlegenden Theorie widersprochen werden. Für die beschriebenen Wirkungen der einzelnen Lebensmittel gibt es keinerlei wissenschaftliche Beweise. Vielmehr widersprechen die bisherigen Studien der Theorie. Auch wenn die Grundlagen plausibel klingen, sind sie mit dem bisherigen Stand der Medizin nicht vereinbar.

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