Schlankheitsmittel

Der Begriff Schlankheitsmittel umfasst verschiedene Präparate, die zur Gewichtsreduktion beitragen sollen. Durch die Einnahme der Mittel sollen Diäten überflüssig werden. Auch Sport und andere Bewegungsprogramme – so die Hersteller – seien nicht notwendig, um in wenigen Wochen mehrere Kilo abzunehmen. Grundsätzlich basieren die Mittel auf verschiedenen Grundlagen und lassen sich daher in drei Arten unterteilen. Bei der ersten Variante soll die Fettverbrennung angeregt werden, so dass mehr Fett verbrannt wird, als durch die Nahrung aufgenommen wird. Hierfür werden häufig Hormone eingesetzt, die im Körper bereits vorliegen. Vor allem Schilddrüsenhormone kommen hier zum Einsatz. Bei der zweiten Variante soll durch eine Volumenvermehrung im Magen der Appetit vermindert werden. Hierfür werden Kapseln verwendet, die Zellulose und andere Ballaststoffe enthalten. Sie quellen im Magen auf und verbleiben einige Zeit im Verdauungsorgan. Dadurch – so die Theorie – entsteht das Sättigungsgefühl und es wird weniger Nahrung konsumiert. Es werden weniger Kalorien aufgenommen, so dass der Körper auf seine Fettreserven zurückgreifen muss. Bei der dritten Variante sollen die Nahrungsfette gebunden werden. Hierfür werden verschiedene Stoffe verwendet, die im Darm die Fette binden sollen, so dass sie unverdaut auf natürlichem Weg ausgeschieden werden. Bisher gibt es bei keinem Schlankheitsmittel Beweise für eine Wirksamkeit. In der Regel gibt es Fehler in den Systemen. So sieht kein Präparat eine Ernährungsumstellung vor, so dass nach der Diät eine schnelle Gewichtszunahme erfolgt. Zugleich liegen für die meisten Mittel keine Studien zur Wirksamkeit vor. Zwar wurde für Formula-Diäten eine Wirksamkeit bestätigt, doch diese beruht auf einer Unterversorgung mit Energie. Eine dauerhafte Umstellung der Ernährung erfolgt nicht, so dass auch die Wirkung dieser Mittel fragwürdig ist.

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