Slow Food

Slow-Food wurde als Gegenpart zum Fast-Food konzipiert. Im Mittelpunkt steht das bewusste und genussvolle Essen von Speisen, deren Zutaten regional vorkommen. Der regionale Bezug spielt deshalb bei der Produktion und Beschaffung der Zutaten eine große Rolle. In der Regel werden die Speisen traditionell zubereitet, so dass auch hierfür teilweise viel Zeit benötigt wird. Die Bewegung stammt ursprünglich aus Italien. Inzwischen wird das Konzept auch in weiten Teilen der Bundesrepublik praktiziert. Viele Anhänger der Bewegung sind in einem Verein organisiert, der unter dem Namen „Slowfood Deutschland e.V.“ tätig ist. Im Mittelpunkt der Richtlinien steht die Annahme, dass Qualität Zeit braucht. Zugleich führt der Verein an, dass jeder Mensch das Recht auf Genuss habe. Darüber hinaus spiele die regionale, sinnliche und ökologische Qualität eine wichtige Rolle. Zudem sei Geschmack keine individuelle Eigenschaft, sondern durch historische und kulturelle sowie durch individuelle und soziale Einflüsse geprägt. Bei dieser Form der Ernährung sind insgesamt gesehen, keine Einschränkungen der Lebensmittel vorhanden. Vielmehr beziehen sich die Einschränkungen auf die regionale Verfügbarkeit der Produkte aus tierischer und pflanzlicher Herkunft. Kritiker betonen, dass die Bewegung vermehrt elitäre Verhaltensweisen zeige. Die vom Verein geforderte Ernährung könne nicht auf alle Bevölkerungsschichten angewendet werden. Da die Bewegung auch Fertigprodukte ablehne, könnten Menschen mit geringem Einkommen nicht von dieser Ernährungsweise profitieren. Auch Mitglieder des Vereins selbst kritisieren inzwischen, dass die Vereinigung tatsächlich zunehmend elitäres Gedankengut verbreite. Sie versuchen daher diesem Trend entgegenzusteuern.

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