Süßes Essen ist bereits ein fester Bestandteil unseres Alltags. Süßigkeiten sind dabei nicht die einzigen Lebensmittel, die zu dieser Kategorie gezählt werden. Auch Fertiggerichte werden durch Zucker oder Zuckeraustauschstoffe schmackhafter zubereitet. Limonaden sind beispielsweise grundsätzlich immer ein wenig süßer und auch die Natur bietet uns reichlich Süßstoffe – wie sie auch in reifem Obst vorliegen. Wer die Süßes-Saures-Wahl hat, entscheidet sich meistens für die süße Variante. Dies gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für deren Eltern. Süße Köstlichkeiten sollten – nach der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung – nur in kleinen Mengen und gelegentlich verzehrt werden. Was Süßes zum Nachtisch, in geringen Mengen eingenommen, ist sicherlich kein Fehler. Süße Stoffe enthalten meistens Zucker, die ernährungsphysiologisch Kohlenhydrate sind. Für den Körper stellen sie wichtige Energielieferanten dar, die vor allem kurzfristig wirken. Hierfür wird der Zucker während der Verdauung durch Enzyme im Magen-Darm-Trakt zerlegt, so dass nach der Verdauung nur noch Einfachzucker vorliegen. Diese können dann durch die Darmwand aufgenommen werden und werden dann in die Leber transportiert. Da der Körper ausschließlich Glucose verbrennt, werden alle Kohlenhydrate schließlich in diesen Einfachzucker umgewandelt. Ein Teil davon wird als Glykogen gespeichert und wird dann in schlechten Zeiten abgerufen. Liegen keine Kohlenhydrate vor, dann muss der Körper auf die Fettreserven zurückgreifen. Hierbei entsteht aber keine Glucose, sondern nur Ketonkörper, die als Ersatz dienen. Das Glucoseniveau im Blut wird vom Körper regelmäßig gemessen und an das Sättigungszentrum übermittelt. Ist es zu niedrig, dann entsteht ein Hungergefühl. Zudem spielt in diesem Zusammenhang auch der Insulinspiegel eine wichtige Rolle. Das Depotfett wird ebenfalls überprüft. Die Zellen setzen dabei Leptin frei, das ebenfalls Hungergefühle erzeugt. Bei Diäten sinkt der Leptinspiegel deutlich. Zugleich hat auch das Hormon Ghrelin Einfluss auf das Hungerzentrum im Gehirn. Dieses Hormon sinkt nach der Aufnahme von Nahrung. Liegt zu wenig Leptin im Blut vor, dann entsteht unter Umständen Heißhunger auf Süßes. Ausgelöst wird er durch einen Glukosemangel, der durch die Aufnahme von Süßigkeiten schnell ausgeglichen werden würde. Um dies zu verhindern, sollte bei einer Diät Naschen durchaus erlaubt sein. Zum Naschen sollten idealerweise allerdings eher Mehrfachzucker wie Stärke eingesetzt werden. Bedingt durch die lange Dauer bis zur Zerlegung in Einfachzucker, werden die Stoffe nur langsam in den Körper eingebaut, so dass der Insulinspiegel sowie das Glucoseniveau konstant bleiben. Heißhunger kann dadurch vermieden werden. Süßigkeiten zu Naschen – wie Schokolade – kann eine Diät allerdings ohnehin nicht gefährden, wenn nur kleine Mengen zugeführt werden. Häufig reicht ein kleines Stück Schokolade aus, um den Heißhunger zu besiegen. Gesund Naschen bedeutet auch immer auf Zucker zu verzichten. Stärkehaltige Lebensmittel erfüllen diesen Anspruch. Wer es ganz süß möchte, der kann auch Fruchtzucker zurückgreifen. Dieser Stoff hat eine hohe Süßkraft. Und auch Honig ist als Zuckerersatz erlaubt. Auf Zuckeraustauschstoffe sollte verzichtet werden. Sie liefern keine Kohlenhydrate. Dadurch wird der Hunger nur kurzzeitig gemildert – er kann sich nach Abklingen der Wirkung nochmals steigern.

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