Süßstoffe sind im Gegensatz zu den Zuckeraustauschstoffen synthetischer Natur. Es handelt sich dabei um organische Verbindungen. Sie haben den Vorteil, dass sie keinen Brennwert haben oder der Brennwert sehr gering ist. Die Süßkraft der Stoffe liegt dabei allerdings weit über der des Zuckers. Ein Vorteil ist, dass sie den Insulin- und Blutzuckerspiegel nicht beeinflussen. Vor allem Diabetiker verwenden diese Stoffe deshalb sehr oft. Allerdings dürfen Süßstoffe nicht in Baby- und Kleinkindnahrung eingesetzt werden. Aufgrund des niedrigen Brennwerts werden die Mittel immer häufiger in Lebensmitteln eingesetzt, die kalorienreduziert sind. Vor allem in Süßwaren, Obstkonserven und Getränken sind sie daher vielfach zu finden. Auch die Mischung aus reinem Zucker und den Stoffen ist inzwischen gängige Praxis geworden. Allerdings gelten für alle synthetischen Süßungsprodukte gesetzliche Höchstmengen, die nicht überschritten werden sollen. Schwangere, Säuglinge und Kinder sollten die Stoffe vollständig meiden. Dies ist allerdings vielmehr ein Sicherheitsaspekt, denn eine gesundheitsschädliche Wirkung der Stoffe konnte bisher nicht bestätigt werden. Die verschiedenen Süßstoffe haben ganz unterschiedliche Eigenschaften und werden aus ganz unterschiedlichen Quellen gewonnen. Vor allem in Bezug auf die Süßkraft ergeben sich divergierende Werte. Cyclamat hat die geringste Süßkraft, ist allerdings noch immer 35-mal süßer als Zucker. Thaumatin hat hingegen eine Süßkraft, die den Zucker um mehr als 2.000-mal übertrifft. Auffällig ist, dass die Süßstoffe in vielen Fällen nicht aus Kohlenhydraten gewonnen werden. Vielmehr sind es häufig Eiweiße, die den Grundstein für die Stoffe liefern.

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