Die Zucker-Knacker-Diät basiert auf physiologischen Gegebenheiten. Die Grundlage bildet der Insulinspiegel. Steigt dieser durch die Zufuhr von Kohlenhydraten an, dann werden dadurch die Körperzellen – und auch die Fettzellen – permeabel für Stoffe. Dadurch kann sich in den Fettzellen auch Depotfett einlagern. Die Theorie besagt, dass dies durch einen niedrigen Insulinspiegel nicht mehr möglich ist, wodurch Gewicht verloren wird. Grundsätzlich sollen Lebensmittel gemieden werden, die den Insulinspiegel schnell ansteigen lassen. Erlaubt sind daher Nahrungsmittel, die den Spiegel nur langsam ansteigen lassen wie beispielsweise Vollkornprodukte. Dadurch bleiben die Zellen „verschlossen” und das Fett kann sich nicht anlagern. Erlaubt ist vor allem viel Gemüse und Obst. Sie sollen in fünf täglichen Mahlzeiten eingenommen werden, so dass der Insulinspiegel konstant bleibt. Ab 20 Uhr darf nichts mehr gegessen werden. Ein Kritikpunkt an der Zucker-Knacker-Diät ist vor allem, dass der gesunde Mensch in der Lage ist, den Insulinspiegel selbst zu regulieren, so dass bei einem niedrigen Spiegel eine automatische Erhöhung erfolgt und umgekehrt. Zugleich kann der Insulinspiegel nicht exakt bestimmt werden. Darüber hinaus wird der Einfluss anderer Lebensmittel nicht berücksichtigt, die ebenfalls Einfluss auf den Spiegel haben könnten. Ebenso ist die Rolle des Insulins bei Übergewicht nicht eindeutig geklärt. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung, sollen die Kohlenhydrate sogar den Hauptteil der täglichen Energiezufuhr ausmachen.

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