Extreme Ernährungsformen im Überblick

Inzwischen gibt es so viele unterschiedliche Ernährungsformen, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Neben den herkömmlichen und bekannten Ernährungsformen wie dem Vegetarismus oder Veganismus, gibt es aber auch extreme Ernährungsformen. Wir haben im Folgen mal die extremsten Ernährungsformen und ihre Anhänger aufgelistet.

Gründe für extreme Ernährungsformen

So manche Ernährungsformen können als Protest gegen die Wegwerfgesellschaft gesehen werden oder auch als Protest für den Tierschutz. Viele extreme Ernährungsweisen gehen auf Kritik zurück. Wieder andere versprechen ihren Anhängern schlichtweg den Fettverbrauch zu erhöhen, sodass sie einen schlankeren Körper versprechen. Ob diese Ernährungsformen oder Diäten weitestgehend gesund sind, wagen einige Ernährungsexperten zu bezweifeln.

Müllesser

Die sogenannten Freeganer gehören oftmals zu der Gruppe der Protestesser. Nicht aus finanziellen Nöten, sondern aus Kritik an der Wegwerfgesellschaft essen sie die Lebensmittel, die andere wegschmeißen. Sie ernähren sich demnach aus Mülltonnen. Eine Statistik hat ergeben, dass pro Jahr und pro Kopf etwa 100 kg Lebensmittel im Müll landen, die zum Teil noch genießbar sind. Davon ernähren sich die Freeganer und sie gehen sogar noch weiter. Auch entsorgte Kleidung und Elektroteile werden von ihnen wiederverwertet. Ihr Protest geht gegen Massentierhaltung, Überproduktion und Ausbeutung.

Frutarier

Die Frutarier gehen nach einem ähnlichen Schema vor. Sie essen lediglich Obst, weil sie Pflanzen und Tieren kein Leid zufügen wollen. Allerdings verzehren auch sie nicht jede Sorte Obst, sondern nur jene, bei denen nach der Ernte die Pflanze weiterlebt. Deshalb dürfen sie auch keine Wurzelgemüse oder Getreidesorten verzehren. Lediglich Obst, Samen und Nüsse stehen auf ihrem Speiseplan. Eine extreme Unterform der Frutarier ernährt sich lediglich von Fallobst. Diese gehen davon aus, dass das Pflücken des Obstes vom Baum Schmerzen bereitet. Ernährungswissenschaftler weisen besonders beim Frutarismus auf Mangelernährung hin, die zu erwarten ist.

Warrior-Diäten

Die Warrior-Diät kann als Fasten am Tag beschrieben werden. Anhänger nehmen tagsüber keine Nahrung zu sich und zelebrieren das Abendessen dann in ganzer Fülle. Der Körper wird dadurch tagsüber in einen Hungerzustand versetzt, der den Stoffwechsel ankurbelt und das Nervensystem stimuliert. Das abendliche Essen soll für Regeneration und Ruhe sorgen. Dabei ist es besonders wichtig abends ausgiebig und gesund zu essen, um einen Nährstoffmangel vorzubeugen. Vertreter bekräftigen vor allem das ausbleibende Mittagstief und die gemäßigten Blutzuckerschwankungen. Ob diese Diät auf Dauer gesund ist, hängt mit den abendlich zubereiteten Mahlzeiten zusammen und wie der Körper darauf reagiert nur noch eine Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Rohkost- Anhänger

Die Rohköstler verzehren nur, wie ihr Name es schon sagt, Rohkost. Alle Lebensmittel, die über 40 Grad erhitzt worden sind, gelten für sie als vitaminfrei und zerkocht. Rohköstler glauben an die gesunde Ernährung mithilfe von Rohkost. Daher verzichten sie weitestgehend auf Fleisch (manche essen Tatar und rohen Schinken), Kartoffeln, Reis und alles, was zunächst gekocht werden muss. Dabei vergessen Rohköstler anscheinend, dass zahlreiche Bakterien und Krankheitserreger während des Kochvorgangs abgetötet werden.

Kalorienrestriktion

Und die letzte der von uns aufgelisteten Ernährungsformen, die extreme Züge annimmt, ist die Kalorienrestriktion. Anhänger reduzieren ihre tägliche Kalorienaufnahme um bis zu 50 Prozent. Durch Nahrungsergänzungsmittel und ansonsten gesunde Ernährung wollen sie einer möglichen Mangelernährung vorbeugen.

Diese Auflistung zeigt, dass der Mensch heute mehr denn je danach strebt sich möglichst gesund und Kalorienarm zu ernähren. Zum einen wird dadurch ein Protest an gesellschaftlichen Missständen laut und zum anderen ermöglicht es dem Menschen einem Schönheitsideal nach zu jagen, dass nur die schlankesten unter uns als schön erachtet.

 

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1 Antwort
  1. Marina Schaffer
    Marina Schaffer sagte:

    Dieser Eintrag gehört wohl etwas aktualisiert!
    Mittlerweile gibt es ja noch mehr. Wie zum Beispiel: Low Carb, No Carb, Ketoganer, Veganer, Vegetarier, Flexitarier,….. .
    Und evtl noch die, die das alles verurteilen…..

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