Grüner Hafertee - ein Naturheilmittel

Hafer kennt jedes Kind – sprichwörtlich, denn die meisten von uns sind wohl vor allem mit einem Produkt dieses Süßgrases aufgewachsen: dem berühmt-berüchtigten Haferbrei. Dass man aber vor allem Grünen Hafer auch in Teeform konsumieren und damit seinem Körper etwas Gutes tun kann, ist dagegen eher wenigen bekannt.

Mehr als 35 Haferarten sind uns heute bekannt. In Europa wird das Süßgrasgewächs seit 4000 Jahren angebaut; die Kelten und German waren hier die treibenden Kräfte, die Hafer wohl vor allem für seine Robustheit schätzten. Haferbrei bzw. -grütze soll sogar den Großteil des germanischen Ernährungsplan ausgemacht haben – in den Augen der Alten Römer, für die Hafer nicht mehr als Tierfutter war, galt das als menschenunwürdig. Der Blickwinkel der Germanen selbst war jedoch ein komplett anderer: Pferde wurden in ihrer Kultur nämlich als heilig betrachtet und da Hafer zu dessen Lieblingsfutter gehört, hatte das Grasgewächs ein entsprechend hohes Ansehen.

Ein Sprung in die Neuzeit: Besonders Pfarrer Kneipp ist es zu verdanken, dass der Grüne Hafer auch heute noch die Aufmerksamkeit erhält, die die Heilkräfte dieses Grases verdienen. Eine kurze Lehrstunde für die selig Unwissenden: Sebastian Kneipp, allgemeinhin bekannt als Pfarrer Kneipp, erlangte im 19. Jahrhundert Berühmtheit als engagierter Vertreter der Naturheilkunde; Bekannt ist der Hafertee jedoch schon weitaus länger: In China wurde er vor mehr als zweitausend Jahren  entdeckt und erfreut sich im Fernen Osten bis heute großer Beliebtheit.

Und eine wissenschaftliche Analyse des Hafers beweist das richtige Gespür der Naturmediziner: Das Süßgras ist nämlich reich an Vitalstoffen, allen voran den B-Vitaminen und Niacin sowie den Spurenelementen Eisen, Zink und Kieselsäure. Auch als Proteinquelle macht Hafer eine gute Figur: Auf 100 g Haferkorn kommen ganze 12 g Eiweiß.

Der Grüne Hafertee wird vorrangig zur Entgiftung und bei Hauterkrankungen empfohlen. Dank des hohen Gehalts an Vitamin A und Kieselsäure wird der Haut so schnell und nachhaltig geholfen. Wer unter erhöhter Produktion von Harnsäure leidet – hoher Fleisch- oder Alkoholkonsum sind nicht selten die Ursache –, kann auch hier von der heilenden Wirkung der Kieselsäure profitieren: Sie sorgt nämlich  für ein Absenken des Harnsäurespiegels und fördert die Ausscheidung der Säure.

Wer schließlich selbst in den Genuss der vielfältigen Vorzüge des Hafertees kommen möchte, wird sich über die einfache Zubereitung freuen:

Für eine Tasse Tee wird 250 ml Wasser benötigt. Sobald das Wasser kocht, erfolgt die Zugabe von einem Esslöffel Grünen Hafertee. Anschließend den Tee 15-20 Minuten köcheln lassen und anschließend durch ein Sieb geben. Für eine optimale Entfaltung seiner Wirkkräfte sollte der Hafertee warm getrunken werden.

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