Heruntergefallen! Weiteressen oder nicht?

Vielen ist die sogenannte „Fünf-Sekunden-Regel“ bekannt. Sie besagt, dass wenn man etwas zu Essen hat fallen lassen und es innerhalb von fünf Sekunden aufhebt, es noch essbar ist. Ob man sich auf diese Regel verlassen kann oder nicht wurde nun von amerikanischen Mikrobiologen untersucht.

Gilt die „Fünf-Sekunden-Regel“ oder wie schnell gehen Bakterien auf heruntergefallene Nahrungsmittel über ?

Fällt etwas zu Essen zu Boden, so wird es sofort von Bakterien befallen. Mit steigender Zeit nimmt auch die Anzahl der Bakterien zu. Zudem wurde von Wissenschaftlern herausgefunden, dass ebenso der Feuchtigkeitsgehalt der Lebensmittel, da sich Bakterien durch Feuchtigkeit bewegen, und auch die Beschaffenheit des Bodens eine wichtige Rolle spielen.

Was begünstigt die Übertragung von Bakterien auf Lebensmittel ?

Um dieser Frage nachzugehen untersuchten Forscher verschiedene Lebensmittel, die sie auf verschiedene Oberflächen fallen ließen. Hierfür das Darmbakterium Enterobacter aerogemes. Danach verteilten sie circa zehn Millionen Bakterien auf einer Fläche von jeweils 25 Quadratzentimetern. Als Oberfläche nutzten sie zum einen Holz, Teppich, Keramikfliesen und Stahl. Sie ließen die Bakterien auf den Oberflächen antrocknen und warfen später aus einer Höhe von 12,5 Zentimetern ein Stück Brot mit und ohne Butter, ein Stück Wassermelone und Süßigkeiten auf die verschiedenen Oberflächen. Bei allen Lebensmitteln war die Kontaktfläche gleich groß und den Forschern wurde unmittelbar nach dem Auftreffen, nach 5, nach 20 und nach 300 Sekunden mitgeteilt wie viele Keime bereits auf die Lebensmittel übergegangen sind.

Als Ergebnis konnten sie feststellen, dass die Wassermelone am meisten Bakterien aufgenommen hatte und die Süßigkeiten am wenigsten. Zudem war klar zu erkennen, dass die Zahl der Bakterien sich mit steigender Dauer erhöhte. Was jedoch bemerkenswert war, ist dass selbst unmittelbar nach dem Auftreffen der Lebensmittel auf dem Boden Keime festzustellen waren. Auch die Oberfläche spielte eine große Rolle. Somit kamen die Forscher zu dem Entschluss, dass die Zeit eher weniger wichtig ist. Eher sollte man auf die Oberfläche und auf das heruntergefallene Nahrungsmittel achten.

 

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