Nanofood – Gesund oder gefährlich?

Für diejenigen, die noch nie von Nanofood gehört haben, stell Dir vor, Du stehst im Supermarkt vor dem Tiefkühlregal mit den Fertiggerichten und kannst Dich nicht entscheiden. Deswegen holst Du Dir eine TK-Pizza mit Nanopartikeln. Zuhause angekommen schiebst Du die Pizza bei 300 Watt in die Mikrowelle und bekommst eine Tomatenpizza. Bereitest Du sie aber bei 400 Watt zu, dann verfärbt sie sich grün und schmeckt jetzt nach Spinat. Was sich wie Zauberei anhört, ist jedoch Realität. Hersteller versprechen haltbarere und gesündere Lebensmittel durch die Verbindung ihrer Produkte mit Nanopartikeln. Doch was ist dran an diesem Versprechen?

Was sind Nanopartikel?

Zunächst sollten wir der Frage nachgehen, was eigentlich Nanopartikel sind. Dazu muss man sich der Größenordnung bewusst werden, von der wir hier sprechen. Ein Nanometer ist rein technisch ausgedrückt ein Millionstel eines Millimeters. Anschaulicher ausgedrückt ist ein Partikel im Vergleich zu einem Fußball so groß, wie der Fußball in Relation zu unserem Planeten Erde. Das alleine ist zwar schon beeindruckend, imposanter ist allerdings, was die kleinen Teilchen in der Physik und Chemie anstellen können. Manipuliert man sie respektive Strukturen, die sich im Nanobereich befinden, so kann es vorkommen, dass ein hartes Material brüchig wird oder eigentlich nicht zusammenpassende Moleküle plötzlich eine Verbindung eingehen. Diese Technik ist ein moderner Grundstein der weltweiten Entwicklung. So sind nicht nur Kosmetika oder Autoreifen mit Nanopartikeln versetzt, auch die Lebensmittelbranche wird davon beeinflusst.

Nanotrend auch bei Functional Food

Besonders für das sogenannte Functional Food ist der Nanotrend sehr interessant. Unter Functional Food versteht man Lebensmittel, die künstlich mit Nährstoffen und Vitaminen versetzt werden. So gibt es zum Beispiel schon ein Brot, dessen Omega-3-Fettsäuren erst im Magen freigesetzt werden. Ein Knackpunkt besteht allerdings bei Milchprodukten. Bisher war es nicht möglich, diese mit Kalzium zu versehen, da sonst Klumpen entstanden. Nanopartikel könnten hier die Antwort sein. Aber auch Großkonzerne wie Nestlé oder Unilever setzen auf die kleinen Teilchen. Während Unilever versucht Speiseeis herzustellen, das nur noch ein Zehntel an Fett beinhaltet wie herkömmliches Eis, investiert Nestlé in die Forschung.

Ist Nanofood gefährlich für den Menschen?

Lebensmittelhersteller werben zwar damit, dass Nanopartikel völlig ungefährlich sind, doch die Frage, in wie fern Nanopartikel im menschlichen Körper Schaden anrichten kann, ist bisher nicht eindeutig  beantwortet. Bekannt ist bisher nur, dass Stoffe, die künstlich verkleinert werden, ihre Eigenschaften ändern können. So kann prinzipiell ein ungiftiger Stoff in Nanoform plötzlich giftig werden. Außerdem bestehe die Gefahr, dass mit der Verbreitung der Nanostoffe im Körper das Risiko für Krebserkrankungen steige. Weitere offene Fragen sind darüber hinaus, ob die Partikel, aufgrund ihrer kleinen Größe, in Gewebsschichten eindringen können, die größere Partikel nicht erreichen. Ist dem so, ist weiterführend offen, was die Partikel dann im Gewebe verursachen. Verbraucherschützer fordern daher eine einheitliche Kennzeichnung, ähnlich wie bei Genfood, um Käufer deutlicher auf die Zusatzstoffe aufmerksam zu machen.

 

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