Quantität statt Qualität: Unser Essen verliert an Nährstoffen

Schön anzusehen sind sie schon, die übergroßen roten Tomaten und üppigen Salatköpfe in den Frische-Abteilungen unserer Supermärkte. Seit einigen Jahren scheinen viele Gemüsesorten geradezu von Riesenwuchs befallen zu sein.

Das kommt natürlich nicht von ungefähr, sondern ist das Resultat von gezielter Züchtung und vom Einsatz unterschiedlichster Chemikalien beim landwirtschaftlichen Anbau.

Viele Verbraucher haben schon festgestellt, dass eine ganze Reihe von Gemüse- und Obstsorten heute anders schmecken als früher. Was sich allerdings auch mit den feinsten und geübtesten Sinnen nicht an Aussehen, Geruch oder Geschmack erkennen lässt, sind Veränderungen in der chemischen Zusammensetzung der Ware.

Hier hat sich ebenfalls viel getan. Fachleute sind darüber alarmiert, dass immer weniger für uns Menschen wichtige Stoffe in unserer Nahrung zu finden sind. Die Menge der Vitamine und Spurenelemente nimmt immer weiter ab, anders gesagt: die Qualität von Obst und Gemüse geht allgemein zurück.

Mitunter liegen die Ursachen hierfür in der Überzüchtung, bei der mehr Wert auf das Aussehen und die Größe als auf die Inhaltsstoffe von Pflanzen gelegt wird. Eine andere Ursache ist in der Art und dem Umfang der Anreicherung der Böden mit speziellen Düngern zu sehen.

Die Pflanzen können Minerale und Spurenelemente nicht selbst erzeugen. Sie nehmen sie aus den Böden auf und lagern sie in ihren Zellen ein. Sind die Böden jedoch durch extreme Nutzung ausgelaugt, gibt es nichts mehr, was die Pflanzen in sich aufnehmen könnten. Die eingesetzten Dünger sind so ausgewählt, dass sie möglichst rasch und sicher ein optisch überzeugendes Resultat erbringen. Inhalte spielen dabei keine Rolle.

Unsere Ahnen nutzten Verfahren wie die Drei-Felder-Wirtschaft, um der Scholle die Möglichkeit der Regeneration zu geben. Heute werden die Böden durch permanenten Anbau, oft genug auch noch in Form von Monokulturen, überfordert. Das Gesunde an Bio-Produkten liegt nicht allein in der Tatsache, dass sie von Giften frei sind. Sie sind auch in Böden gereift, die in der Regel den Pflanzen noch erlauben, zu ihrem und unserem Wohl genügend Nährstoffe aufzunehmen.

 

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