So versteckt können tierische Zutaten sein

So versteckt können tierische Zutaten sein

Tierische Zutaten in Lebensmittel sind für Veganer und Vegetarier ein No-Go. Doch in vielen Lebensmitteln sind tierische Zutaten versteckt, die man nicht vermuten würde. Mitunter hilft der Blick auf die Zutatenliste, aber nicht alle Inhaltsstoffe sind sofort als tierischer Rohstoff erkennbar.

Keine Kennzeichnungspflicht für gewisse tierische Zutaten

E120 z.B. ist der Zusatz- und Farbstoff Karminsäure. Er wird aus der Conchenille-Laus gewonnen. Der Farbstoff wird für Fruchtsäfte verwendet. Doch einige tierische Bestandteile sind auch nicht kennzeichnungspflichtig. Weil vegan oder vegetarisch nicht gesetzlich definierte Begriffe sind, fordern Verbraucherschutzorganisationen wie Foodwatch eine genaue Kennzeichnungspflicht für die Inhaltsstoffe. Zudem fordern die Verbände eine genaue Definition der Begriffe vegan und vegetarisch. Verbraucher finden beide Begriffe nämlich immer häufiger auf Lebensmitteln. Doch anders als Bio sind beide Begriffe nicht geschützt.

Tierische Gelantine für Getränkeproduktion verwendet

Um sicher zu gehen, können Veganer und Vegetarier Convenience-Produkte meiden und möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel kaufen. Am besten sind immer noch frische Bio-Produkte. In folgenden Produkten vermuten viele keine tierischen Bestandteile, sind jedoch vorhanden. Gummibärchen etwa werden mit Gelatine hergestellt, die aus Knochen von Schweinen oder Rindern hergestellt werden. Inzwischen gibt es auch vegane Fruchtgummis.

Gelatine wird auch im Herstellungsprozess von Wein, Bier oder Fruchtsäften verwendet. Getränke werde somit geklärt. Die Gelatine dient zudem als Trägerstoff für Nährstoffe. Es gibt jedoch vegane Alternativen. Auch industrielle Backwaren enthalten L-Cystein aus Federn oder Schweineborsten, um den Teig geschmeidiger zu machen. Bananen sind nicht vegan, wenn sie mit dem Insektizid Chitosan behandelt wurden. Chitosan stammt aus dem Panzer von Garnelen.

Viele Veganer verzichten auch auf Honig. Nudeln enthalten meist nur Hartweizengrieß, in vielen Fällen jedoch auch Eier. Knabbereien wie Chips können würzige Aromen aus tierischen Bestandteilen enthalten. Auch Müsliriegel gelten als gesund, können aber auch Gelatine enthalten, um die Zerealien zusammenzuhalten. Verbände für Vegetarier und Veganer zeigen mögliche Alternativen auf. Auch die Nachfrage bei Herstellern, Brauereien oder Winzern kann weiterhelfen, um Lebensmittel ohne tierische Bestandteile zu finden.

 

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