Eine Welt, die Demente versteht

In den Niederlanden gibt es bereits ein Dorf, in dem Demente unter sich betreut werden. Deutschland zieht nach. Weesp – eine niederländische Kleinstadt, unweit von Amsterdam, ist das Vorbild für ganz Europa: Hier wurde ein eigenes Dorf für Demenzkranke erbaut. Vom Friseursalon, über Supermärkte bis zum Restaurant und der Arztpraxis, gibt es hier alles, was man zum täglichen Leben braucht.

Die 152 Bewohner des Dorfes können sich auf 15.310 Quadratmetern frei bewegen und ihrem Tagesrhythmus nach Belieben nachgehen; aber sie sind nicht auf sich allein gestellt, wenn es darum geht den Alltag zu bestreiten und sich zu versorgen, denn 250 festangestellte Pfleger, Dienstleister und Betreuer und rund 130 freiwillige Helfer sorgen rund um die Uhr für das leibliche und seelische Wohl der Dementen.

Pflegeversicherung übernimmt die Kosten

Der Aufenthalt in dem Demenzdorf kostet 5400 Euro im Monat und wird von der Pflegeversicherung komplett übernommen, aber die Warteliste ist lang, denn für die Dementen ist dies der perfekte Ort, um mit ihrer Krankheit zurechtzukommen und den Rest ihres Lebens zu genießen. Demnach ist der Andrang relativ groß.

Aber auch für Angehörige ist das Dorf ein Geschenk, denn dort sind ihre Lieben gut aufgehoben und werden umsorgt. Und brauchen auch sie selbst einmal ein offenes Ohr oder eine Schulter zum Anlehnen, dann werden sie hier gewiss nicht allein gelassen. Die Bewohner wohnen in Wohngruppen, die meist aus acht Personen bestehen. Ein ganz besonderes Wohngefühl entsteht durch den Wunsch-Lifestyle, den die Angehörigen aus sieben Alternativen auswählen dürfen.

Die Betreuer und Pfleger lassen die Kranken sein, wie sie sind und spielen einfach mit. Da “De Hogeweyk” (so heißt das Dorf) großes Vorbild ist, kommen jedes Jahr Besucher aus aller Welt, um das Konzept zu bestaunen. Deutschland will nun nachziehen und ein ähnliches Projekt auf die Beine stellen. In Alzey in Rheinland-Pfalz soll ein Demenzdorf nach dem niederländischen Vorbild gebaut werden und somit Vorreiter für die ganze Bundesrepublik sein. Mit einem Kostenaufwand von 13 bis 14 Millionen Euro soll Wohnraum für 120 Demenzkranke entstehen.

 

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