Rheuma und Naturheilverfahren: Was hilft tatsächlich?

Rheuma ist in den Industriegesellschaften weit verbreitet. Es handelt sich dabei aber nicht um eine einheitliche Erkrankung. Vielmehr werden darunter sowohl entzündliche Erkrankungen des Gelenks als auch der Bindegewebe verstanden.

Und auch Stoffwechselstörungen verursachen die Gelenkerkrankungen sowie verschiedene Muskel- und Sehnenerkrankungen, die dann unter dem Begriff Weichteilrheumatismus zusammengefasst werden. Dies erklärt auch die vielen Therapieansätze, mit denen Rheuma behandelt werden kann. Auch Naturheilverfahren können dabei sehr gute Wirkungen erzielen.

Naturheilverfahren ergänzen die Schulmedizin

Schulmedizinisch gesehen bieten sich viele Therapieformen an, die auf die jeweiligen Leiden abgestimmt werden. Schmerzmittel sowie Operationen gehören daher zum Alltag in der Behandlung. Cortison ist eine weitere Maßnahme, die schulmedizinisch gesehen hilfreich sein kann. Und auch physikalische Therapien sowie Spritzen direkt in das Gelenk und eine Basistherapie verschaffen Linderung.

Um die Belastungen zu verkraften, werden häufig auch Psychotherapien in das Behandlungsprogramm bei Rheuma aufgenommen. Viele Mediziner gehen aber dazu über, nicht nur diese Therapien zu verwenden. Auch Naturheilverfahren stehen inzwischen auf dem Behandlungsplan. Hier vor allem Therapieformen wie die Hydrotherapie, die Ernährungstherapie, die Bewegungstherapie sowie die Ordnungstherapie und die Phytotherapie. All diese Therapieformen haben die Gemeinsamkeit, dass sie sehr schonend sind und in vielen Fällen treten keine oder nur minimale Nebenwirkungen auf. Diese Therapien werden dabei nicht nur von Ärzten verordnet, sondern auch von Heilpraktikern, Physiotherapeuten und anderen therapeutischen Berufsständen.

Von Fasten, Kälte und Wärme

Ein erstaunliches Verfahren der Naturheilkunde bei Rheuma ist das Fasten. Studien belegten in der Vergangenheit, dass der Entzug von Nahrung durchaus positive Wirkungen haben kann. Eine solche Kur dauert sieben bis zehn Tage. Der Patient nimmt dann nur Säfte, Brühen oder einen Schleim aus Getreide zu sich. Zwar kann diese Maßnahme nicht dazu führen, dass der Patient schmerzfrei ist. Dennoch: Die Menge der benötigten Schmerzmittel sinkt nach dem Fasten nachweislich. Eine gute Wirkung, die allerdings bisher nur durch Studien bestätigt werden konnte.

Eine eindeutige Erklärung gibt es noch nicht – außer die Ausschüttung von Hormonen während des Fastens. Und auch die Kältetherapie zeigt gute Erfolge. Der Patient wird dabei zwei Minuten lang in eine Kältekammer gebracht. Während dieser Zeit hat er möglichst wenig Bekleidung an und muss sich in der Kammer bewegen. Meistens laufen die Patienten in der Kammer, die auf minus 100 Grad abgekühlt wird. Die Wirkung ist einfach beschrieben: Die Kälte betäubt die Schmerzen. Zugleich werden die Entzündungen positiv beeinflusst. Vor allem bei einer Arthrose zeigt diese Therapie sehr gute Erfolge. Und auch die Anwendung von Wärme ist darüber hinaus für Fibromyalgien gut geeignet – eine Form des Weichteilrheumatismus. Auf einer Infrarotliege wird der Schmerz dadurch behandelt, dass die Temperatur in mehreren Schritten gesteigert wird.

Noch weitere Möglichkeiten im Angebot

Neben diesen eher zuverlässigen Methoden, gibt es noch viele weitere Möglichkeiten der Behandlung durch Naturheilkunde. Rheuma kann mit medizinischen Bädern oder auch mit Schröpfen behandelt werden. Zudem sind viele pflanzliche Wirkstoffe auf dem Markt vorhanden, die eine gute Wirkung gegen die Schmerzen haben sollen. Und dass die Ernährung das Rheuma ebenfalls beeinflussen kann, ist hinlänglich bekannt. Die Naturheilkunde bietet daher eine Vielzahl an Möglichkeiten. Allerdings ist kein Verfahren der Naturheilkunde bekannt, das eine ähnliche Wirkung zeigt, wie Fasten, Kältetherapie oder Wärmetherapie. Alleinige Therapien können diese Möglichkeiten allerdings nicht sein. Sie sind vielmehr eine gute Ergänzung zur Schulmedizin, denn sie können die Schmerzen zwar positiv beeinflussen, nicht aber komplett aus den Gelenken und Geweben vertreiben.

 

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