Plötzlicher Kindstod – Gründe und Maßnahmen

Das Horrorszenario einer jeden Mutter ist es, dass ihr Kind sich nachts auf den Bauch dreht, die Luft abschnürt und einen plötzlichen Kindstod stirbt. Nicht selten fragen Mütter sich, ob sie es eigentlich verantworten können überhaupt zu schlafen, wenn dem Baby in dieser Zeit doch so viel passieren könnte. Auch aus diesem Grund neigen viele Eltern dazu ihre Kinder mit in ihr Bett zu nehmen und dort übernachten zu lassen. Liegt aber in dieser Tatsache der Grund für zahlreiche Kindstode begründet?

Ist Bedsharing Schuld am plötzlichen Kindstod?

Einer Studie zufolge erhöht das Bedsharing das Risiko für plötzlichen Kindstod, im Englischen auch Sudden Infant Death Syndrom – SIDS genannt. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin zwar das Zimmer mit dem Nachwuchs zu teilen, aber getrennte Betten zu nutzen.

So kann das Kleine die elterliche Nähe spüren und ist gleichzeitig außer Gefahr. Zahlreiche Studien belegen diese Annahmen. Unteranderem eine Studie des Londoner Statistikers Robert Carpenter. Aus insgesamt fünf Studien wurden 1471 SIDS-Fälle und 4679 Kontrollfälle aus Großbritannien, Irland, Schottland, Neuseeland und Deutschland innerhalb der Studie betrachtet. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Gefahr an plötzlichem Kindstod zu sterben, besonders vom Alter abhängig ist. Bei Babys unter einem Jahr ist das Risiko schätzungsweise dreifach so groß, wenn sie im Elternbett schlafen und bei Babys bis zu drei Monaten um das fünffache erhöht. Das generelle Risiko, dass ein Säugling an SIDS und dann noch im Elternbett stirbt, liegt bei 0,08 Fällen von 1000 Säuglingen. Bei rauchenden oder alkoholisierten Eltern bei 0,23 Fällen.

Doch wie soll man nachts Stillen ohne Bedsharing?

Viele Eltern nutzen das Bedsharing auch aus praktischen Gründen, nämlich wenn das Kleine nachts gestillt werden muss beispielsweise. Viele Mütter setzen sich zu diesem Zweck auf einen Stuhl oder Sessel und schlafen dann ein. Dabei sei die Gefahr, dass das Kind aus den Armen gleitet, sehr groß und ein Erstickungsrisiko daher um das 50-fache erhöht. Die Bedsharing-Studien sind allerdings umstritten, da die meisten Daten während der Achtziger und Neunziger erhoben wurden und zu dieser Zeit eine sichere Schlafumgebung für Kinder nicht gewährleistet war.

Weiterhin beziehen die wenigstens Faktoren wie Drogenmissbrauch oder Zigarettenkonsum der Eltern in die Überlegungen mit ein. Tatsächlich gehen Forscher davon aus, dass die größten Risiken für Kleinkinder rauchende und alkoholisierte, nämlich unachtsame Eltern sind. Weiterhin ist Überhitzung und die Bauchlage ein enormes Risiko, das zu plötzlichem Kindstod führen kann und heutzutage nicht mehr das Bedsharing als solches. Dies lässt sich auch an der veränderten Anzahl toter Babys im Jahr 1990 erkennen, die von einer detaillierten Aufklärung über die richtige Bauchlage von Babys begleitet wurde. Im Jahr 1990 starben 1283 von 905.675 Babys (0,14 Prozent) am plötzlichen Kindstod, im Jahr 2012 waren es 131 von 673.544, was etwa 0,02 Prozent entspricht.

Eine sichere Umgebung für das Baby

Wenn Sie mit ihrem Baby Nähe und das Bett teilen möchten, dann gilt es zu beachten, dass das Bett ausreichend Platz bieten sollte. Weiterhin dürfen keine Gegenstände rumliegen, die das Gesicht des Babys bedecken können. Ein Schlafsack, in dem das Baby schläft, und der auf einer Decke und einer festen Matratze liegt, tragen zum optimalen Schlaferlebnis bei. Ebenso wie die Einnahme der Rückenlage und das Stillen zu jeder Zeit, wenn das Baby Hunger hat. Halten Sie diese Empfehlungen ein, dürfte Ihrem Kind nichts passieren, außer dass es sich geborgen und umsorgt fühlt.

 

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