Koffein gegen Kopfschmerzen?

Koffein soll nicht nur wach machen und neue Energie geben, sondern auch gegen Kopfschmerzen helfen. Einige Schmerzmittel enthalten daher bereits kleine Mengen Koffein. Doch hilft Kaffee wirklich bei Migräne?

Schmerzen durch Kaffee-Entzug?

Sollten Menschen, die unter Migräne leiden, einfach fünf Kaffee am Tag trinken und somit schmerzfrei leben? So einfach ist es leider nicht. Unser Körper gewöhnt sich sehr schnell an eine regelmäßig konsumierte Menge Koffein. Auch große Mengen, wie etwa fünf Tassen, können auf Dauer daher keine Wirkung erzielen. Auch kurze Phasen von Kaffee-Entzug helfen hier nicht weiter. Es ist schwer herauszufinden, wodurch genau Kopfschmerzen oder Migräne verursacht werden. Liegt es nun am Stress, der am Wochenende abfällt, oder etwa am Kaffee-Entzug, da man auf der Arbeit mehr davon trinkt?

Wichtig bei Migräne-Erkrankungen ist, herauszufinden, worin die Auslöser bestehen. Hierbei kann es jedoch durchaus passieren, dass man eigenen Illusionen unterliegt. Wenn man bereits vor einem Kaffee-Entzug erwartet, dass man daraufhin Migräne bekommen wird, so entsteht diese Verknüpfung noch bevor die Wirkung richtig analysiert werden konnte. Reduziert man dann seinen Kaffee-Konsum, ohne dass Migräne auftritt, so nimmt man das mitunter gar nicht wahr. Daher gehen Experten davon aus, dass in vielen Fällen allein eine bestimmte Erwartungshaltung bereits Migräne-Auslöser sein kann.

Nicht mehr als 200g

Von erhöhtem Koffein-Konsum, um Migräne zu bekämpfen, ist laut Meinung vieler Experten eher abzuraten. Als hohe Dosis gilt hierbei eine Menge von über 200g Koffein. Eine normale Tasse Kaffee enthält ungefähr 80g Koffein, ein Espresso ca 20g weniger. Auch zahlreiche andere Getränke wie Cola, Tee, Mate, Guarana und diverse Energy-Drinks enthalten Koffein. Daher ist hier Vorsicht geboten, all diese Getränke zählen zur konsumierten Menge an Koffein dazu. Wichtig ist in jedem Fall, Beschwerden wie Spannungskopfschmerzen oder Migräne nicht unterbewusst fest mit der Aufnahme koffeinhaltiger Getränke zu verbinden. Denn obgleich zahlreiche Betroffene bei Kaffee-Konsum von einer Linderung der Schmerzen berichten, so entsteht dadurch nichtsdestotrotz eine negative Erwartungshaltung in Phasen, in denen weniger Kaffee getrunken wird.

 

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