Die Cannabis Bilanz: Es gibt noch zu viele Hürden

Im ersten Teil der Cannbis Bilanz wurde die Opioidwelle in Amerika angesprochen, die 50.000 Menschen alleine im Jahr 2017 das Leben kostete. In Deutschland wurde seinerzeit keine derartige Menge an Todesfällen durch Opioide verzeichnet. Das liegt daran, dass hier strengere Regelungen bestehen. Es gibt eine beträchtliche Anzahl von Patienten, die aus Angst vor Entzugserscheinungen die Therapie mit Opioiden fortsetzen. Cannabis bietet hier eine “harmlosere” Variante. Das Problem liegt darin, dass durch die Behandlung mit Cannabis lediglich die körperlichen Symptome behandelt werden. Die anderen Faktoren, (Stresslevel, Schmerzgedächtnis, Tag-Nacht-Rhythmus,…) bleiben unberücksichtigt. Es ist notwendig alle betreffenden Bereiche zu behandeln, sonst ändert sich im Leben der Patienten nichts. Das heißt, die multimodale Schmerztherapie die u. a. auch die psychische Seite einbezieht, ist eigentlich ein Muss bei chronischen Schmerzen.

Cannabis gerät immer mehr in den Mittelpunkt

Johannes Lutz aus der Zentralklinik in Bad Berka sieht einige Parallelen zu dem früheren Hype durch die Opioide. Cannabis gerät immer mehr in den Mittelpunkt. Es wird stark beworben. Die Pharmaindustrie möchte die Ärzte von den Vorteilen der Cannabis-Therapie überzeugen. Immer mehr Patienten fordern die Verordnung des Krautes ein, da sie schnelle Hilfe möchten, nicht aber über die verschiedenen anderen Faktoren der Erkrankung informiert sind.

Es fehlt an Therapieplätzen

Franjo Grotenhermen (Vorsitzender der AG Cannabis in der Medizin) beschäftigt sich tagtäglich mit Schmerzpatienten. Er versteht den Wunsch dieser Menschen, ihr Leiden durch Cannabis zu mildern. Er weiß, dass es deutlich zu wenige Therapieplätze gibt, die eine ganzheitliche Behandlung sicherstellen würden. Aus diesem Grunde geht er davon aus, dass die Forderung nach medizinischem Cannabis immer stärker werden. Das Prüfungsverfahren von Krankenkassen ist wesentlich schwieriger und langwieriger geworden. Krankenkassen scheinen die multimodale Therapie in einer Fachklinik zu boykottieren, obwohl diese Behandlung als erste Wahl gilt. Krankenkassen genehmigen die Verordnung von Cannabis allerdings nur, wenn ein Patient jeden anderen Behandlungsweg ausprobiert hat und dies zu keiner Verbesserung geführt hat. Dazu zählen auch Opioide, die nicht immer Wirkung zeigen und die multimodale Therapie, deren Bewilligung ein steiniger Pfad ist. Grotenhermen erklärt, dass deshalb viele Menschen die Kosten der Cannabis-Therapie selbst übernehmen. Die Kosten belaufen sich nach Auskunft der Techniker Krankenkasse von 300 Euro bis zu 2200 Euro monatlich.

Einigkeit zwischen den Fachleuten

Johannes Lutz (Zentralklinik in Bad Berka) und Grotenhermen sind sich jedoch über einen Punkt einig: Sie halten es für angebracht, dass es einfacher sein sollte, die Wirkung von Cannabis auszuprobieren. Lutz befürwortet, dass Cannabis ganz „normal“ verschreibbar sein sollte. Momentan werden noch zu viele Dinge verlangt, wenn jemand einen Therapieversuch unternehmen möchte. Es gilt Anträge auszufüllen und die betreffenden Patienten müssen sich verpflichten, an einer Begleitstudie teilzunehmen. Selbst er als Befürworter der multimodalen Therapie würde einen einfacheren Umgang mit Cannabis unterstützen. So könnten Patienten die Therapie über einen kurzen Zeitraum ausprobieren, ohne die ganzen Komplikationen, die jetzt noch notwendig sind.

Die Prozedur, Cannabis als Therapeutikum zu bekommen, ist heute noch viel zu aufwendig und kompliziert. Ein entspannter Umgang würde vielen Patienten die Möglichkeit eines einfachen Kurzversuchs geben.

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