EU-Arzneimittelbehörde empfiehlt Truvada zur HIV-Prophylaxe

Auf der Welt-Aids-Konferenz war Truvada das Hauptthema. Es handelt sich dabei um eine Pille, die vor HIV-Infektionen schützen kann. Es wäre aber wohl etwas gewagt, nur auf dieses Medikament zu zählen.

Die Ema (Europäische Arzneimittelbehörde) hat empfohlen, ein Mittel zur HIV-Prophylaxe zuzulassen. Durch die tägliche Einnahme dieses Medikaments kann das Risiko für HIV-Infektionen deutlich verringert werden. Bislang fehlt noch die formelle Zulassung der EU-Kommission. Nach der Zulassung darf dann jeder EU-Mitgliedsstaat selbst entscheiden, wie viel das Medikament kostet und ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt.

Die Ema traf die Entscheidung am Ende der Welt-Aids-Konferenz in Durban (Südafrika). Das Medikament war auch bei Aktivisten, Forschern und Regierungsvertretern ein heiß diskutiertes Thema.

Bei der Prophylaxe handelt es sich um eine Kombination aus Medikamenten Tenofovir disoproxil und Emtricitabin, die bereits seit 2005 für den Kampf gegen HIV eingesetzt werden. Die Ema teilte mit, dass bei zwei Studien die Probanden ein deutlich geringeres Risiko für HIV-Infektionen aufweisen konnten. Dem fügte die Behörde hinzu, dass das Medikament kein Ersatz für ein Kondom ist, da das Kondom vor weiteren sexuellen Krankheiten schützt.

Kritik

Forscher warnen vor zu viel Euphorie und einer Unterschätzung von HIV-Infektionen. In Deutschland stößt das Medikament auf große Beliebtheit und die Deutsche Aids-Hilfe würde eine Einführung auf dem Markt sehr begrüßen. Für die Geschäftsführerin Silke Klumb steht fest, dass jetzt alle finanziellen Mittel mobilisiert werden müssen, um durch die Einführung des Medikamentes vor Infektionen zu schützen und Leben zu retten. Des Weiteren wünscht Klumb sich, dass der Hersteller Gilead den Preis senkt.

Aids nur noch bis 2030

Auf der Welt-Aids-Konferenz kommen viele Experten zusammen und beraten sich gegenseitig über Probleme und mögliche Lösungen. Aids bis 2030 komplett auszurotten erscheint für viele angesichts der hohen Infektionsrate und der fehlenden finanziellen Mittel als unwahrscheinlich. Auf der ganzen Welt sind 37 Millionen Menschen HIV-positiv und es kommen jährlich 2,1 Millionen neu dazu. 2015 starben 1,1 Millionen Menschen an Aids.

 

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