So finden Sie die richtigen Kontaktlinsen - Tipps

„Halt, keiner bewegt sich!“ Hast Du das auch schon gehört? „Ich habe meine Kontaktlinse verloren.“ Alle müssen in ihrer Position eingefroren stehenbleiben wie bei einem Kinderspiel. Zwischen den Beinen schlängelt sich der / die Suchende und tastet den Boden ab. Kontaktlinsen zu verlieren passiert jetzt in der Regel nicht mehr so leicht. Sie sind inzwischen komfortabler und einfacher zu handhaben. Heute gibt es über drei Millionen Kontaktlinsenträger und –trägerinnen. Der Großteil davon bevorzugt weiche Kontaktlinsen.

Vor- und Nachteile von weichen und harten Kontaktlinsen

Diese weichen Kontaktlinsen werden meist besser vertragen, weil sie sich durch ihre flexible Form direkt auf die Hornhaut legen. Dadurch werden sie sehr schnell nicht mehr als Fremdkörper empfunden. Sie saugen sich also quasi am Auge fest. Der Nachteil ist, dass sie nicht so sauerstoffdurchlässig sind wie die formstabilen, harten Kontaktlinsen. Die Hornhaut wird nicht optimal mit Sauerstoff versorgt. Sehschwächen werden bei den harten Kontaktlinsen mehr ausgeglichen und man kann schärfer und klarer sehen. Weiche Kontaktlinsen trocknen eher die Augen aus, da sie dem Tränenfilm Feuchtigkeit entziehen. Speziell bei trockener Heizungsluft kann das schnell unangenehm werden. Zudem bringen sie ein höheres Infektionsrisiko mit sich.

Wie pflegt man Kontaktlinsen richtig?

Probleme mit Kontaktlinsen treten meist wegen zu langem Tragen oder Hygienefehlern auf. Daher ist das gründliche Waschen der Hände mit Seife und Abtrocknen, bevor man die Kontaktlinsen aus dem Auge nimmt oder hineinsetzt, sehr wichtig. Nach jedem Gebrauch und auch nach längerem Nichtbenutzen müssen die Kontaktlinsen gründlich gereinigt werden. Einmal pro Woche in einem Enzymbad, um hartnäckige Ablagerungen zu entfernen. Dieses muss vor dem Einsetzen der Linsen abgespült werden – entweder in der Aufbewahrungsflüssigkeit oder mit einer Kochsalzlösung. Weiche Kontaktlinsen können sogar in dieser Kochsalzlösung ausgekocht werden – nicht so bei harten Linsen. Besser, man nimmt ein Mittel ohne Konservierungsstoffe, die Allergien auslösen könnten. Nicht vergessen ab und an mal den Behälter für die Linsen auszutauschen und ihn dazwischen ebenfalls zu reinigen. Bei guter Pflege halten sich formstabile Kontaktlinsen etwa zwei Jahre, weiche dagegen nur ein Jahr.

Wozu braucht man Monats- oder Tageslinsen?

Kontaktlinsen, die nach kurzer Tragezeit entsorgt werden, nennt man auch Disposables. Diese machen etwa 85 Prozent der verkauften Linsen aus. Am beliebtesten aber sind Vier-Wochen-Linsen. Bei Tageslinsen entfällt das aufwändige Reinigen. Am Ende des Tages wirft man sie weg und nimmt bei Bedarf eine neue, frische Linse. Geeignet sind diese Tages- oder Monatslinsen für Brillenträger, die nur ab und zu zum Beispiel beim Sport oder im Urlaub Kontaktlinsen tragen. Oder auch dann, wenn die Reinigungsmittel nicht gut vertragen werden. Ein Nachteil ist, dass sie nicht ganz so gut sitzen.

Kann man dann endlich auf die Brille verzichten?

So ganz auf die Brille verzichten sollte man nicht. Man braucht sie trotz der Kontaktlinsen immer wieder, beispielsweise auf dem Weg vom Bett ins Bad zum Einlegen oder umgekehrt. Auch dann, wenn man rote Augen hat, zum Beispiel durch Überanstrengung oder eine Erkältung, sollte man seine Augen schonen und auf das Augenfahrrad zurückgreifen. Ansonsten kann das Auge einen unter Umständen irreversiblen Schaden nehmen. Fazit: Am besten je nach Bedarf und Lage beides abwechselnd verwenden.

 

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