Höchster Krankenstand seit 16 Jahren

Der Krankenstand in Deutschland ist so hoch wie seit 16 Jahren nicht mehr. Zu diesem Ergebnis gelangt die Krankenkasse DAK Gesundheit in einer nun veröffentlichten Studie. Die DAK wertete die Daten von ca. 2,7 Millionen Versicherten aus und befragte zusätzlich mehr als 5.000 Männer und Frauen.

Anstieg psychischer Erkrankungen als Ursache eines hohen Krankenstandes

Im vergangenen Jahr betrug der Krankenstand 4,1 Prozent. Das bedeutet, dass an jedem Tag des Jahres durchschnittlich 41 von 1.000 erwerbstätigen Menschen krankgeschrieben waren. Den höchsten Krankenstand seit 16 Jahren führt die DAK nicht auf eine Grippewelle zurück, die in jedem Jahr zu einem Anstieg des Krankenstandes führen. Vielmehr sei der gestiegene Krankenstand auf einen Anstieg psychischer Erkrankungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen – zum Beispiel Rückenschmerzen – zurückzuführen, so die DAK. So seien die Fehltage, die durch psychische Erkrankungen verursacht werden, um drei Prozent im Vergleich zum Jahr 2014 angestiegen und stellen die dritthäufigste Diagnose dar.

Frauen fehlen häufiger, aber kürzer

Bemerkenswert ist das Ergebnis, dass Frauen 14 Prozent häufiger fehlen als Männer, aber dafür kürzer. Das bedeutet, dass durchschnittlich 44 von 1.000 Frauen an jedem Tag krankgeschrieben waren, während dieser Anteil bei den Männern nur 39 von 1.000 beträgt.

Unterschiedliche Diagnosen zwischen den Geschlechtern

Zudem belegt die Studie geschlechterspezifische Unterschiede bei den Diagnosen. Bei Männern werden deutlich häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verletzungen diagnostiziert. Hingegen werden Frauen häufiger wegen psychischer Erkrankungen, insbesondere Depressionen, krankgeschrieben. Zudem werden Frauen deutlich häufiger wegen Krebserkrankungen – hier ist die Zahl der Fehltage von Frauen im Vergleich zu den Männern um 74 Prozent erhöht) – krankgeschrieben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Prostatakrebs, die häufigste Krebsart bei Männern, meist im höheren Alter auftritt, während Brustkrebs bei Frauen oft schon im erwerbsfähigen Alter diagnostiziert wird.

Frauen gehen häufiger zum Arzt als Männer

Die Daten der DAK zeigen darüber hinaus, dass Frauen (7 Arztkontakte) häufiger zum Arzt gehen als Männer (4 Arztkontakte).

 

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