Warum immer noch Kinder an Diphtherie sterben

Europa steht vor einem ernsten Problem. Die Herstellung des lebensrettenden Serums gegen Diphterie wurde großflächig eingestellt und ist nur noch schwer zu erhalten. Jetzt sind Mediziner auf der Suche nach einer neuen Art der Herstellung. Ungewöhnliche Unterstützung erhalten diese von der Tierschutzorganisation PETA.

Seit Jahren sterben immer noch Kinder an Diphtherie, weil das dafür nötige Serum kaum noch hergestellt wird und dementsprechend nur schwer zu bekommen ist. Teilweise treffen die Medikamente zu spät ein. Michael Hust, Biotechnologe an der Technischen Universität Braunschweig nimmt sich der Problematik an und entwickelt ein neues Antiserum gegen die gefährliche Krankheit. Dabei greift ihm die Tierschutzorganisation PETA mit rund 134.000 Euro unter die Arme – obwohl Tierversuche vorprogrammiert sind.

Dilemma in der europäischen Medizin

Aufgrund der Herstellung einer erfolgreichen Impfung gegen Diphtherie wurde die Herstellung des Serums, welches wirkt, nachdem die Krankheit ausgebrochen ist, gänzlich uninteressant. Lediglich in Russland, Indien und Brasilien wird das Mittel noch hergestellt. In Europa hingegen herrscht nun ein Mangel des Antiserums, was nach der Risikoeinschätzung des ECDCs „sehr besorgniserregend“ wäre. Die Verfügbarkeit und das Importieren des Serums stellen große Hürden dar.

Hürden, die Hust umgehen möchte. Momentan arbeitet er an der Herstellung des Diphtherie-Serums, welches in Zellen im Labor hergestellt werden könne. Die altbekannte Methode, das Gegenmittel über Pferde herzustellen, könne so eingestellt werden. Leider fehlt für neue Methoden der Markt und auch ein Fördervertrag in der EU scheiterte.

PETA greift ein

Pferde sollen nicht mehr für die Medikamentenherstellung missbraucht werden. Zudem sei der Zustand der Tiere in Indien oft miserabel. Somit erhielt der Biotechnologe für seine Forschung einen Zuschuss von der Tierschutzorganisation. Diese ist sich bewusst dass Tierversuche folgen werden, dennoch wird eine Verabreichung an den Menschen nie möglich, wird auf Tierversuche verzichtet. Hust ist sich bewusst, dass die größte Herausforderung noch auf ihn zukommt – die klinische Entwicklung und das Testen am Menschen. Das koste Millionen und wo das Geld herkommen soll, ist noch unklar.

 

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