Alkoholismus & Langzeitfolgen: Alkohol zerstört schleichend

Alkoholismus ist ein Problem mit Langzeitfolgen – dieser Umstand ist allgemein bekannt. Die Ursachen für die Problematik sind vielfältig und beginnen bei den Genen und führen über die gesellschaftlichen Einflüsse bis hin zu individuellen Faktoren. Dennoch schreckt Alkohol die Menschen nicht ab und der Alkoholismus breitet sich aus – mit allen Langzeitfolgen.

Schon der erste Vollrausch führt zu Schäden

Bereits bei einem einfachen Vollrausch treten erste Schäden ein, die zunächst nicht zu bemerken sind. Der Körper ist in der Lage, diese Schäden zu reparieren. Zwei Tage Vollrausch wirken sich dabei allerdings bereits körperlich aus. Das Riechvermögen wird schlechter. Das Komasaufen bei Jugendlichen schädigt das Gehirn bereits mehrfach und sogar strukturelle Veränderungen können mit bildgebenden Verfahren nachgewiesen werden. Die Schäden treten aber nicht nur im Gehirn selbst auf, sondern im gesamten Körper. Millionen von Zellen werden auf diese Wiese abgetötet.

Eine Zahl, die hoch klingt, bei einmaligem Gebrauch allerdings keine Dauerschäden verursacht. Mit jedem Vollrausch – der beim Alkoholismus täglich auftritt – sterben mehr Zellen ab und Schäden, die anfangs noch repariert werden konnten, bleiben mit zunehmender Schädigung bestehen. Genau darint liegt der Grund für die Langzeitfolgen. Die Schäden sind so groß, dass der Körper sie nicht mehr beheben kann. Daher funktionieren die Organe nicht mehr gut und verschiedene lebensnotwendige Funktionen sind nur noch vermindert anzutreffen.

Schäden der Organe

Häufig bestehen die Langzeitfolgen des Alkoholismus aus einer Kombination. Nicht nur der Alkohol selbst verursacht Probleme. Auch die Ernährung erfolgt häufig nicht ausreichend und verstärkt die Probleme zusätzlich. Zunächst verfettet die Leber, danach kann sie sich entzünden, was zu einer Gelbsucht führt. Durch das Absterben der Zellen kann das Organ nur noch unzureichend die Gifte ausfiltern, die dann im Körper zurückbleiben. Die abgestorbenen Zellen werden durch Bindegewebe ersetzt, die keine Entgiftung mehr durchführen können. Am Ende steht die Leberzirrhose, die zum Tod des Alkoholikers führt. Die Auswirkungen sind bereits früh zu erkennen. Viele Alkoholiker trinken plötzlich nur noch ein oder zwei Bier pro Tag. Das bedeutet keine Verbesserung des Zustands.

Vielmehr baut die Leber den Alkohol nicht mehr ab und der Körper benötigt nun weniger Nachschub, um einen ausreichenden Pegel zu halten. Zudem entzündet sich auch die Bauchspeicheldrüse und es kann zu einer Diabetes kommen. Die entstehende Magenschleimhautentzündung ist dagegen zwar schmerzhaft, aber weniger dramatisch. Wesentlich dramatischer ist allerdings die Entzündung des Herzmuskels, die sich häufig während des Alkoholismus entwickelt. Und auch die Nerven können sich entzünden. Hierbei treten dann häufig Symptome wie Taubheitsgefühle auf, die an den Beinen beginnen und sich später dann auf den gesamten Körper ausbreiten können. Weitere Schäden sind dann der Rückgang der Sexualhormone. Dies ist ebenfalls eine fast unausweichliche Komplikation des Alkoholismus. Und auch verschiedene Krebsarten, wie der Speiseröhrenkrebs, ist eine häufige Langzeitfolge.

Der Tod der Hirnzellen

Am bekanntesten sind die Hirnschäden. Sie entstehen durch ständiges Absterben von Zellen im Gehirn. Erkannt werden die Schäden erst sehr spät. Das Gehirn beginnt durch eine verminderte Zellzahl zu schrumpfen. Die geistige Leistungsfähigkeit geht verloren und häufig entwickelt sich dabei eine Störung der Konzentration und der Aufmerksamkeit sowie der Merkfähigkeit. Sind zu viele Hirnzellen abgestorben, dann kann es ebenfalls zu dementiellen Erkrankungen kommen.

Eine Chance den Vorgang aufzuhalten gibt es nur, wenn kein Alkohol mehr getrunken wird. Eine Forderung, die beim Alkoholismus eher auf taube Ohren stößt. Ist die Demenz sehr ausgeprägt, dann können die Schäden vom Körper kaum noch repariert werden.

 

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